Donnerstag, 10. September 2015

Englischer Zitronenkuchen- schmeckt auch noch am 3ten Tag, sofern dann noch was übrig ist

Ich bin prinzipiell ein Mensch des Genusses und dazu gehört nun mal Ruhe. Kaffee ist mein täglicher Trank des Überlebens, aber wenn ich entspannen möchte genieße ich zumeist einen Tee. Dabei ist es mir völlig egal ob Japanisch, Chinesisch oder klassisch Englisch. Hier zählt im Endeffekt nur eines: Das Ambiente muss stimmen. Und so kam es, dass ich eines Tages über einen kleinen Teesalon inmitten es 13ten Wiener Gemeindebezirkes gestolpert bin..wobei hinein trifft es hier wohl eher ;)

Zwar nicht traditionell englisch eingerichtet aber doch sehr heimelig und gemütlich mit Brokatdetails an den Wänden aber großen weißen Holzvitrinen in denen diverse Teekannen und Tassen zum Verkauf dargeboten werden und eine noch größeren Regal übervoll mit den exquisitesten Teesorten dieser Welt. Das alles findet der ambitionierter Teeliebhaber bei Tete a tee. Und einige kleine Tische laden zum Verweilen und Genießen ein. Dort habe ich ihn dann, zu einer guten Tasse "Lady Hamilton" genossen...den englischen Zitronenkuchen, der von der Besitzerin täglich frisch gebacken wird.

Schwer beeindruckt von dem Kuchen habe ich mich also in meiner Küche zurück gezogen und begonnen mit diversen Rezepten aus dem WWW zu experimentieren bis ich ihn endlich am Tisch stehen hatte. Und diese Kreation möchte ich euch nicht verheimlichen ;)

Zutaten:

175 g weiche Butter + etwas mehr zum Ausbuttern der Form
175 g  brauner Zucker
125 g normaler Zucker
175 g Mehl
3 Eier (Größe L)
1 Tl Backpulver
2 Bio Zitronen ( darauf achten dass die Schale zum Verzehr geeignet ist)
etwas Brösel ( Paniermehl) für die Form

Zubereitung:

Backrohr auf 180°C, Ober- und Unterhitze vorheizen.

Eine Kuchenform, ich verwende eine Gugelhupf- Form, gut ausbuttern und mit Brösel bestreuen damit am Schluss nichts haften bleibt.

Butter und braunen Zucker gemeinsam schaumig rühren, bis die Masse fast weiß ist. Nach und nach die 3 Eier unterrühren. Die abgeriebene Schale einer halben Zitrone dazu geben. Mehl und Backpulver unter die Masse rühren.
Diese nun in die vorbereitete Form füllen, kurz auf der Arbeitsplatte aufklopfen damit etwaige Lufteinschlüsse verschwinden und für geschätzt 45 Minuten in den Ofen schieben.

Zwischenzeitlich die Schale von 1 1/2 Zitronen sowie den Saft mit 125 g Zucker zu einem Sirup aufkochen lassen.

Mit einem Holzspieß die Probe machen, ob der Kuchen fertig ist. Bleibt noch roher Teig an dem Spießchen kleben ist der Kuchen noch nicht fertig gebacken.
Wenn der Kuchen so weit ist wird er entweder gleich in der Form mit dem Sirup beträufelt oder, wie in meinem Fall, ist die schöne Seite des Kuchens meist in der Form. In dem Fall stürze ich den Kuchen auf ein Alufolienkreuz das ich anschließend zu einer Schüssel um den Kuchen forme, damit nichts von dem großartigen Sirup verloren geht und gut in den Kuchen einziehen kann.

Und das war auch schon die ganze Hexerei ;) Noch warm ist der Kuchen einfach ein Traum, aber auch 3 Tage später, sofern dann noch etwas davon übrig sein sollte, ist er saftig und zaubert ein Lächeln ins Gesicht.





Samstag, 29. August 2015

Rosa gebratenes Rehfilet mit Polentacreme, gebratenen Steinpilzen, Zwiebeljus und Parmesanflocken

Heute fahre ich mit einem sehr noblen Gericht auf, aber es ist einfach zu gut um es nicht mit euch zu teilen. Wie kam es dazu? - Ich habe, vor einigen Wochen, von meiner Tante 2 Rehfilets bekommen, welche sie selbst von einem befreundeten Jäger geschenkt bekommen hatte.
Ich liebe Wild und ich habe mich wahnsinnig über dieses großzügige Geschenk gefreut, doch spontan wusste ich nicht was ich mit diesen zwei ausgesprochen großartigen, wertvollen aber nicht gerade sättigenden Stückchen anfangen sollte. Demnach sind sie dorthin gewandert, wohin alle meine Schätze verschwinden die auf einen ganz speziellen Anlass warten, nämlich in die Tiefkühltruhe. :P

Gestern schlenderte ich durch den Supermarkt meines Vertrauens und erspähte dort wunderschöne, große Steinpilze, und die auch noch in Aktion. Ein absoluter Glücksfall, also musste ich hier einfach zuschlagen, auch wenn mir auch für diese spontan kein bestimmtes Gericht vorschwebte. 

Und heute kam mir dann die Idee zu dem heutigen Gericht, nachdem mir die beiden Rehfilets beim Tiefkühler -Aufräumen in die Hände gefallen waren. 

Und das ist die Zutatenliste: ( für 2 Personen)

- 2 Rehfilets
- 4 fische, große Steinpilze
- 2 rote Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 2 Zweige frischer Rosmarin
- etwas gehackte Petersilie
- 1 Becher Maisgries für Polenta ( ich verwende hier immer den ganz feinen)
- 1/2 L Wasser
- 1 Suppenwürfel
- geriebener Parmesan ( ungefähr eine Hand voll)
- Butter
- Öl
- 1 guter Schuss Balsamico- Essig
- 1 TL Zucker
- etwas Obers

Und so zaubert ihr für eure Liebsten ein Luxusgericht ohne Hexerei auf den Tisch ;)

Wasser mit dem Suppenwürfel und etwas Salz zum kochen bringen. 

Zwischenzeitlich die Zwiebeln schälen, halbieren und nicht all zu fein schneiden ( ca. 3-4 mm dick)
Setinpilze vorsichtig säubern und ebenfalls in grobe Scheiben schneiden. Knoblauchzehe in dünne hobeln. 
Wenn die Suppe kocht, mit einem Schneebesen den Maisgrieß einrühren und eindicken lassen. dabei immer wieder umrühren damit die Polente unten nicht anbrennt. Die Masse sollte Püree- Artig werden. Wenn sie zu dick ist, einfach noch Wasser hinzu geben. Wenn die richtige konsistenz erreicht ist einfach den Herd abdrehen

Eine Pfanne auf den Herd stellen und heiß werden lassen. Etwas Öl hinein, Rosmarinzweige dazu und die Rehfilets scharf für einige Minuten anbraten ( geschätzt 3-4 Minuten). Rehfilets und Rosmarin aus der Pfanne nehmen und beides zusammen in Alufolie einwickeln und ruhen lassen. 

In den Bratenrückstand die Steinpilze geben und warten, bis das Wasser der Pilze verdampft ist und sich ein Röstprozess einstellt. Wenn die Steinpilze beginnen Farbe anzunehmen kommt ein Klacks Butter, die Knoblauchscheiben sowie Salz und Pfeffer hinzu. Warten bis die Pilze schön goldbraun sind, und etwas gehackte Petersilie dazugeben, Pilze aus der Pfanne geben und zur Seite stellen. 

Erneut etwas Öl in die Pfanne geben und Zwiebelscheiben gut, bei hoher Temperatur rösten. 
Während der Zwiebel röstet, wird die Polentacreme fertig gemacht. Dazu ein großzügiges Stück Butter einrühren sowie geriebenen Parmesan. abschließend mit einem großzügigen Schuss Obers verfeinern, sodass eine leichte, cremige Polenta entsteht. 

Sobald die Zwiebel eine schöne Röstfarbe angenommen haben, wird er mit etwas Zucker karamellisiert und anschließend mit Salz und Pfeffer gewürzt. Mit Balsamicoessig ablöschen und einreduzieren lassen. 

Und nun kann auch schon angerichtet werden: 

Polenta auf dem Teller verteilen. Zwiebeljus darauf. Die gerösteten Steinpilze darüber streuen. 
Rehfilet auspacken, Saft über die Polenta träufeln, Fleisch in Scheiben schneiden.und neben der Polenta platzieren. Filet mit Salz und Pfeffer würzen. Abschließend noch Parmesflocken darüber verteilen und mit einem Romarinzweig garnieren. 

Ich wünsche euch gutes Gelingen und viel Genuss! 







Samstag, 1. August 2015

Sündige Raffaello Torte

Heute möchte ich euch von einem ganz besonderen "Projekt" berichten. Wobei das Wort Projekt, hier nicht wirklich zutreffend ist. Vielmehr war es mir eine Ehre, dass man mit dieser speziellen Bitte an mich herangetreten ist.
Alles begann vor beinahe einem 3/4 Jahr. Freunde hatten sich gerade verlobt und alle freuten sich mit ihnen. Bald darauf begann für das Paar der Marathon und Vorbereitungsstress den alle Pärchen kennen, die das schon hinter sich haben.
Hier gibt es einige grundlegend wichtige Fragen:

- Welches Datum?
- Welche Location?
- Welches Kleid?
- Welches Motto?
- Woher, und in Folge, welche Torte?

Die Frage nach der Torte ist wohl eine der essentiellsten und umso größer war die Ehre, dass ich hierfür gefragt wurde ob ich mich dieser annehmen würde.
Ab hier begann dann auch für mich der Stress und die Panik. So ein Projekt hatte ich bisher noch nicht bestritten, aber einmal ist immer das erste Mal :)

Nach einigen Gesprächen mit der zukünftigen Braut über die Vorstellungen des Paares und den Wünschen des Designs ging es schließlich auch um die Füllungen der süßen Leckerei.
Auch hier gab es bald Antworten auf meine Fragen:

- etwas mit Schokolade muss her, als absoluter Klassiker
- etwas kreatives mit Vanille
- eine, klar definierte, Raffaello Torte

Das Farbtheme war untypisch, aber unglaublich elegant: bordaux, schwarz und altsilber in einer kühnen Mischung aus gothic, viktorianisch und Nightmare before Christmas.
Das Design war schnell gefunden, um das dazugehörige Tortengestell wurde sich familienintern gekümmert und extra angefertigt.
Nur die Raffaello Torte brachte gewisse Herausforderungen mit sich, Entweder eignete sich die Masse kaum zum Eindecken, oder es war einfach eine Kokostorte hatte aber mit den berühmten Raffaello Kugeln kaum etwas gemein......
Eine Eigenkreation musste als her. Viele Test-Raffaellokugeln und ein Brainstorming der Zutaten später, und vermutlich auch ein paar Kilo mehr :P, hatte ich eine umsetzbare Idee.

Und die Reaktion der Braut sprach Bände und hier möchte ich dieses Rezept mit euch teilen, falls ihr mal in meine Situation kommen solltet ^^

Tortenmasse:

4 Eier ( getrennt in Dotter und Eiklar)
2 EL heißes Wasser
125 g Zucker
eine Prise Salz
1 Pkg. Vanille-Zucker
150 g enthäutet, gemahlene Mandeln
50 g Mehl

Backrohr auf 180°C vorheizen.
Eine Springform buttern und mit Backpapier auslegen.
Eiweiß mit etwas Salz zu einem sehr steifen Eischnee aufschlagen.
Eigelb mit dem Mixer oder der Küchenmaschine verrühren und das heiße Wasser einfließen lassen und schaumig rühren. Zucker und Vanille-Zucker langsam dazugeben bis eine schöne, dicke Eier-Zuckermasse entstanden ist. Mandeln ebenfalls in die Masse einrühren.
Nun mit einem Gummispachtel weiterarbeiten und abwechselnd Eischnee und Mehl, vorsichtig unterheben.
Die Masse in die Springform füllen, kurz gegen den Boden klopfen um etwaige Luftblasen aus der Masse zu entfernen und schließlich, auf mittlerer Schiene, 30 - 40 Minuten backen. Mit einem Holzstäbchen die Probe machen ob der Kuchen durchgebacken ist. Es empfielt sich, einfach nur das Backrohr abzudrehen und den Kuchen im Rohr auskühlen zu lassen.

Buttercreme:

Die Buttercreme ist sehr simpel:

250 g zimmerwarme Butter so lange auf höchster Stufe schlagen bis sie schaumig ist. Langsam 400 g ( = 2 Tuben) Kondensmilch, unter ständigem Rühren einfließen lassen.  Wenn sich eine schöne, cremige Masse gebildet hat noch 125 g Kokosette unterrühren und kalt stellen.

Nun den Tortenboden entweder nur einmal oder zweimal auseinander schneiden und mit der Kokos-Kondensmilch-Buttercreme großzügig füllen.

Da die Torte mit Fondant eingedeckt wurde habe ich etwas mehr Buttercreme gemacht und einen Teil abgezweigt, bevor ich das Kokosette hinzugefügt habe. damit habe ich schließlich die Torte überzogen bevor der Fondant darüber kam.

Und nun will ich euch nicht länger ein Foto der fertigen Hochzeitstorte vorenthalten. Die Rezepte für die anderen Torten werden demnächst folgen. ;)







Sonntag, 22. Februar 2015

Axolotl-Birthday Cheesecake XXL

Gestern durfte ich mit einer ganz besonderen Freundin Geburtstag feiern. Nämlich mit der lieben und unvergleichlichen Nähkünstlerin von Moq Design.

Natürlich war das keine 0815-Geburtstagsfeier. Party gab es in einer schönen, kleinen Burg, nahe bei Wien, natürlich in dementsprechender Gewandung.

Das Buffet wurde von den Gästen selbst gestellt, was das Ganze nur umso mehr sympatisch gemacht hat, und was da für leckere Sachen dabei waren! Einfach großartig!

Und weil Moq in einigen Sachen ziemlich unkonventionell ist, musste auch eine dementsprechende Geburtstagstorte her. Der Lieblingskuchen war schnell in Erfahrung gebracht: Ein Cheesecake sollte es sein und weil sich dieser zum Eindecken mit Fondant so absolut nicht eignet musste ich kreativ werden. Auch hier war mir ein kleines Vögelchen behilflich und das Design schnell gefunden: Die Haustierchen müssen da drauf und weil es eben meine liebe Moq ist, sind das keine Hunde, Katzen, Wellensittiche oder andere Standard-Haustiere, sondern Axolotl, kleine, niedliche Unterwasserdrachen, wie ich finde.
Also ran an die Zuckermasse und Axolotl geformt:


Aber natürlich musste auch ein sensationeller Cheesecake her und das in großen Mengen. Die größte Auflaufform welche ich besitze musste dafür herhalten und diese füllt mein komplettes Backrohr aus. Also wirklich ein Projekt in XXL. Für den Hausgebrauch habe ich das Rezept halbiert und wünsche euch gutes Gelingen ;)

Zutaten:

Boden:

200 g Butterkeksbrösel ( Butterkekse in einen Beutel und mit dem Nudelholz verprügeln)
1 EL Kakaopulver
100 g geröstete und geriebene Haselnüsse
80 g geschmolzene Butter

Tortenmasse:

6 Eier
300 g Zucker
900 g Mascarpone
250 g Creme Fraiche ( kann man auch durch Sauerrahm ersetzen)
250 ml Schlagobers
Saft und Abrieb der Schale von 1 Bio-Zitrone
1 Pkg Vanillinzucker oder 1 EL Vanilleextrakt
2 EL Mehl

Zubereitung:

Butterkeksbrösel mit Kakaopulver, den Haselnüssen sowie der flüssigen Butter verrühren und mit der Hand gut am Boden einer Springform ( 26-28 cm) festdrücken. Anschließend für eine viertel Stunde in den Kühlschrank stellen.

Backrohr zwischenzeitlich auf 200°C vorheizen.

Alle Zutaten für die Cheesecake-Masse in eine Schüssel geben und zügig verrühren. Bitte nicht zu lange rühren, da sonst zu viel Luft in die Masse kommt und das würde beim Backen eine ziemliche Schweinerei geben. Je schneller die Masse also vermischt wird, umso besser.

Nun die Springform, mit dem fest gewordenen Boden aus dem Kühlschrank holen ( bei meinem XXL Projekt war ich froh, dass es in der Nacht draußen wirklich noch verdammt kalt wird, weil in den Kühlschrank hätte ich diese Form nie im Leben gebracht :P)
Nun einfach den Guss auf den Boden fließen lassen, Form kurz schütteln damit sich die Masse gleichmäßig verteilt und ab damit in den Ofen.

Dort wird er dann für 1 Stunde gebacken. Ab der Hälfte der Zeit, wird die Temperatur allerdings auf 150°C reduziert. Nach der Backzeit den Ofen abschalten aber die Ofentüre für weiter 2 Stunden geschlossen halten und der Versuchung widerstehen doch einen klitzekleinen Blick hinein zu werfen.
Anschließend darf der Cheesekake endlich aus dem Rohr und für weitere Stunden, am Besten aber über Nacht, im Kühlschrank "entspannen".

In meinem Fall, musste ich den Kuchen in der Form transportieren und diese konnte auch nicht entfernt werden aber im Normalfall wird am nächsten Tag, mit einem Messer, der Rand von der Form gelöst und der Tortenring entfernt.
Nun, darf diese kleine Kalorienbombe endlich auf den Tisch und genossen werden! *Omnomnom*


Und hier nun das Bild von meinem XXL-Cheesecake, vielen Dank an Moq, dass sie es mir zur Verfügung gestellt hat :)

"Der Cheesecake für den einige sogar töten würden...", Zitat Moq Ende ;) 


Mittwoch, 18. Februar 2015

Dort, wo Tee ein Zuhause gefunden hat....

oder auch: Ein Besuch im Cha No Ma.

Es kommt nicht oft vor, dass Mr. KitchenTinker und ich mal einige freie Stunden für uns haben. Umso mehr legen wir, wenn es mal soweit ist, wert darauf diese Zeit sinnvoll zu nutzen und ein wenig zur Ruhe zu kommen. 
Als Feinschmeckerin ist es demnach nicht verwunderlich, dass der Wiener Naschmarkt für mich ein kleines Stück Urlaub in der Stadt bedeutet und da das Wetter Ende letzter Woche derart schön war, bot sich ein Ausflug dorthin schlichtweg an. 
Gut, ja, ich gebe es ja zu, natürlich benötigte ich kleiner Asia Freak natürlich auch die eine oder andere Zutat aus einem der unzähligen exotischen Läden, bzw. komme ich kaum oder sehr selten an den wunderschönen japanischen Töpferwaren vorbei. 
Bei so einem Shopping-Trip schleicht sich dann auch immer Hunger ein, und gerade am Naschmarkt, wo es an allen Ecken und Enden nach allerlei Köstlichkeiten duftet, ist es schwer dies zu ignorieren.Mein Credo dazu: Sollte man auch nicht ;)

Nachdem wir eine Weile unschlüssig hin- und hergeschlendert sind ist uns dieser Teeladen ins Auge gesprungen. Von außen wirkte das Cha No Ma nun nicht sonderlich traditionell, aber ich hatte etwas erspäht was ich unbedingt in diesem Augenblick haben wollte: ONIGIRI! <3 
Also sind wir hinein in den Teeladen, der sich auf japanischen Grüntee in exklusiver Qualität spezialisiert hat. Und ob ihr es mir glaubt oder nicht, aber kaum hatte sich die Türe hinter uns geschlossen, stellte sich eine unglaubliche Ruhe ein. Ich konnte mich kaum entscheiden wohin ich meinen Blick zuerst lenken soll: Auf das Eck mit wundervoller Töpferware, erlesenen Tee und allen notwendigen Accessoires um Grüntee traditionell und in all seiner Perfektion zuzubereiten, oder zu der kleinen Theke an der es diese unwiderstehlichen, verschieden gefüllten Reisdreiecke gibt und natürlich Grüntee in all seinen originalen sowie modernen Varianten.

Damit ihr euch das ein wenig besser vorstellen könnt ein kleiner Auszug aus der Teekarte: 
Traditionell gibt es hier natürlich den klassischen Matcha in diversen Sorten zur Auswahl. Sencha sowie Genmaicha als weitere Klassiker sind hier natürlich auch vertreten und viele, viele mehr.
Zu den sehr modernen Varianten hat Ayumi Kondo, die Inhaberin des Teehauses, viele verschiedenen Sorten an Matcha Latte in Angebot sowie Matcha Smoothie und Frappé. 

Wir haben uns für traditionelle Tees entschieden. Mr. KitchenTinker einen Genmaicha und ich den klassischen Sencha. Schon alleine die Art und Weise wie dieser serviert wurde war ein Genuss. Jeweils ein kleines Tablett mit zwei Kännchen darauf, einer Teeschale und einer kleinen Süßigkeit nach Art des Hauses, wie es auch in Japan stets zu Tee angeboten wird. 
Nun stellt sich einigen vielleicht die Frage, wozu man zwei Kännchen für einen Tee benötigt. Dazu muss man sich allerdings auch sehr mit der japanischen Kultur und Tradition befassen. Essen und Trinken sind Rituale. Sie sind für uns auf den ersten Blick vielleicht unnötig, aufwendig und mühsam, aber je mehr man eintaucht und versucht zu verstehen, umso mehr verfällt man darin und erkennt die Sinnhaftigkeit dahinter. Gerade bei Tee ist es sogar sehr simpel zu erklären: 
Ein Kännchen mit Teeblättern, ein Kännchen mit Wasser. Tee entfaltet seine Wirkung und sein volles Aroma durch zwei wichtige Komponenten: der richtigen Temperatur des Wassers, sowie der Brühzeit. Man gießt demnach nur die Menge an Wasser in das Kännchen mit den Teeblättern die in die Teeschale passt, schwenkt das Wasser sanft durch die Teeblätter bevor man den Tee schließlich ausgießt und diesen Vorgang wiederholt man mit jeder Tasse neu. Würde man das ganze Wasser sofort über die Teeblätter gießen, so würden der Tee mit jeder Tasse anders schmecken, und Grüntee bekommt, bei zu langer Ziehzeit, ein ziemlich unangenehmes, sehr bitteres Aroma. Die Technik des immerwährenden Aufgießens gewährleistet demnach, jede Tasse frisch, in der optimalen Qualität, genießen zu können. 
Man kann das jetzt als sinnvoll erachten oder auch nicht, aber wer sich ins Cha No Ma begiebt sollte es auf dieses Experiment wirklich ankommen lassen und einige mehr als entspannende und faszinierende Minuten verbringen. Ich kann es euch wirklich nur wärmstens empfehlen.

Und nachdem ich jetzt beim Tee schon in derartige Schwärmereien verfallen bin will ich euch verschonen was die Onigiri anbelangt. Ich sag dazu nur eines: Muss man einfach probiert haben! Leider haben wir erst beim Gehen mitbekommen, dass es auch Suppe zur Auswahl gegeben hätte und auch zu den diversen, wirklich lecker aussehenden Süßigkeiten, wie hausgemachte Mochi, sind wir leider nicht mehr gekommen, denn, so sehr mich dieses kleine Lokal auch verzaubert hat, aber außerhalb rennt die Zeit trotzdem unaufhörlich weiter und unsere beiden Mäuse mussten abgeholt werden.  
Es war bestimmt nicht mein letztes Mal im Cha No Ma, vielmehr ist es zu einer neuen Ruheoase für mich geworden und so bedanke ich mich bei Ayumi Kondo und ihrem Team für die Gastfreundschaft. Arigato Gozaimasu.

Ja, wir hatten schon von den Onigiri genascht als mir einfiel dass ich ein Foto machen solle :P






Montag, 12. Januar 2015

Gebackene Fleischpalatschinken oder auch: falsche Forelle

Zugegeben, ich habe keine Ahnung woher sich der Name "falsche Forelle" in Bezug auf gebackene Fleischpalatschinken ableitet. Fakt ist allerdings, dass eine Mehrheit sie unter diesem Namen kennt und, dass sie ein sehr beliebtes Essen im Hause KitchenTinker sind.
Die Zubereitung ist zwar nichts für übermäßig Heikle, denn hier ist Handarbeit gefragt und es ist zumeist eine ziemliche Sauerei. Aber der Aufwand lohnt sich, soviel kann ich euch versprechen. Wer es also nicht versucht, ist selber schuld.

Meine Menge ergibt 5 anständige Fleischpalatschinken.

Zutaten:

Palatschinkenteig:

2 Eier
1 Becher Mehl ( ich verwende immer Universales Mehl)
1 - 1 1/2 Becher Milch
1 gehäufter TL Salz
etwas Öl zum rausbacken

Alle Zutaten zu einem dickflüssigen, glatten Teig verrühren und eine viertel Stunde ruhen lassen.
Anschließend in einer gefetteten Crepes- oder Pfannkuchen Pfanne etwas dickere Palatschinken herausbacken. Ich bekomme aus der Masse ca. 5 Palatschinken zu, geschätzten, 3 mm Dicke heraus. Palatschinken auskühlen lassen.

Fleischfülle:

500g -600 g Faschiertes gemischt
1 mittlere Zwiebel, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
1/2 Suppenwürfel
1 EL Tomatenmark
1TL edelsüßes Paprikapulver
1/2 TL gemahlener Kümmel
1 gestrichener EL getrockneter Majoran
Salz
Pfeffer
frische Petersilie, fein gehackt
etwas Öl

Außerdem:

1 Ei
ein guter Schuss Milch
Mehl
Brösel
Zahnstocher
Öl zum Frittieren
Schaschlickspieße, Alternativ: Zahnstocher

Zwiebel und Knoblauch in etwas Öl glasig anrösten. Faschiertes hinzu und mit dem Kochlöffel zerteilen bis sich alles zu einer schönen Masse entwickelt hat und beginnt Wasser zu lassen. Nun mit Suppenwürfel, Salz, Pfeffer, Majoran, Kümmel, Paprikapulver und Tomatenmark würzen und alles gut fertig rösten. Ganz zum Schluss noch fein gehackte Petersilie unterrühren. Masse auskühlen lassen.

Nun immer eine Palatschinke auf ein Arbeitsbrett legen und dünn, aber deckend, bis ca. 2 cm vom Rand entfernt, Fleischmasse verstreichen. Nun die Seiten bis zur Mitte einschlagen und aufrollen. Mit einem Holzstäbchen fixieren. Das ist etwas knifflig aber mit Ruhe und Geduld wird das schon. Aufgerollte Fleischpalatschinken beiseite legen zum Panieren.

Ich denke nicht, dass es wirklich Notwendig ist den Vorgang des Panierens hier zu erläutern deswegen nur nochmal kurz zur Erinnerung: zuerst in Mehl wenden, anschließend in die Eier-Milch und anschließend in Brösel ( Paniermehl) wenden.

2 Tricks gilt es dennoch hier zu beachten: IMMER zuerst mit der, nach außen hin, offenen Stelle beginnen. Diese Stelle mitunter doppelt Panieren ( also nach dem Bröselbad erneut in die Ei-Milch und wieder in die Brösel) UND: Hier bitte nicht zart beseitet sein: die Panier muss wirklich gut, mit den Händen, an die Palatschinken-Rollen rangedrückt werden.

Schließlich das Öl in einer Pfanne erhitzen und Palatschinken, wieder mit der überlappenden Seite nach Unten, einlegen und goldgelb herausbacken. Nun kann der Holzspieß problemlos herausgezogen werden.
Auf einem Küchentuch abtropfen lassen und servieren.
Bei uns gibt es als Beilage Petersilkartoffel, Sauce Tartar sowie einen gemischteb Blattsalat mit Apfelessig, Senf und Walnussöl Dressing.




Und, wie fast immer habe ich noch eine Variationsmöglichkeit für alle die es nicht so mit dem Panieren haben:
In eine Auflaufform 250 g passierte Tomaten geben, Salz, Pfeffer sowie ein Schuss Balsamico Essig dazu und verrühren. Nun die gefüllte Palatschinkenrollen auf die Tomatensauce setzen. Geriebenen Käse darüber verteilen und bei 200°C so lange überbacken, bis der Käse geschmolzen ist und teilweise eine apettitliche braune Kruste gebildet hat.








Mittwoch, 31. Dezember 2014

Pralinen-Glücksschweinchen für einen Guten Rutsch ins neue Jahr

Unfassbar! Schon wieder ist ein ganzes Jahr rum, in dem sich so wahnsinnig viel getan hat. Ich frage mich ja ständig wo die Zeit eigentlich hinrennt....ich komm da nämlich manches Mal einfach nicht hinterher. Aber in wenigen Stunden ist es so weit. Das Jahr 2014 verabschiedet sich mit viel Feuerwerk und netter Gesellschaft und das neue Jahr hält Einzug. Traditionell verschenke ich natürlich auch Glücksbringer. Doch was um alles in der Welt macht man min den ganzen Plastikschweinderl und Rauchfangkehrer sowie den Mini-Hufeisen und Kleeblättern, die, ganz nebenbei bemerkt, auch noch eine ganz ordentliche Stange Geld kosten?
Deswegen habe ich mich dazu entschieden ganz einfache und leckere Pralinen-Glücksschweinchen zu machen. Un die Zubereitung ist ganz simpel und supergünstig. Ich bitte an dieser Stelle schon mal um Verzeihung dass ich keine genauen Mengenangaben machen kann. Einfach ausprobieren ;)

Zutaten:

Kuchenreste ( es eignet sich wirklich JEDER Art von Kuchen) Alternativ kann man auch einen fertig abgepackten im Supermarkt kaufen
Marmelade ( sollte geschmacklich zum Kuchen passen)
Punschglasur
1 Packung Smarties ( davon allerdings nur die rosa farbigen)
rosa Streuzuckerherzen
große, weiße Zuckerperlen
ein Stift mit schwarzer Lebensmittelfarbe ( im Backzubehör Shop erhältlich)
Pralinenformen aus Papier in hübschen Design

Zubereitung:

Kuchen zerkrümeln bis man eben Kuchenbrösel hat. Dazu einen guten Esslöffel Marmelade geben und gut durchmischen. So lange Marmelade hinzufügen ( Vorsich! Da kann man sich leicht verschätzen! es ist weniger als man denkt) bis eine feste und leicht formbare Teigmasse entsteht. Diese Masse für eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
In der Zwischenzeit mit dem schwarzen Lebensmittelstift die Nasenlöcher auf die rosa Smarties malen.
Golfball große Kugeln aus der Teigmasse formen und auf ein Kuchengitter legen unter welches man Backpapier oder eine Silikonmatte gelegt hat.
Nun die Punschglasur laut Packungsanleitung erwärmen. Nun die Kugeln mit der rosa Glasur überziehen und sofort die Smarties-Nase sowie die Augen aus weißen Zuckerperlen und die Ohren aus umgedrehten Zuckerherzchen auf der Kugel drapieren. Es ist wichtig eine Kugel nach der anderen fertig zu machen, da die Glasur sehr schnell auftrocknet. Wenn die Glasur zwischenzeitlich zu fest zum Übergießen wird, einfach erneut erwärmen und weiter gehts.
Anschließend noch mit dem schwarzen Lebensmittelstift die Pupillen auf die weißen Zuckerperlen malen und die Schweinchen in Pralinenformen setzen.  Ist doch wirklich ganz simpel und einfach!

In dem Sinne danke ich euch für euer Interesse und eure Treue im Jahr 2014 und freue mich auf ein kreatives und leckeres Jahr 2015 mit euch.  Ich wünsche euch einen Guten Rutsch und ein Prosit 2015 traditionell mit dem Wiener Walzer

Eure KitchenTinker






Montag, 8. Dezember 2014

Mandolettis...feines Mandelgebäck

Bis vor einem Jahr war mir dieser Begriff gänzlich unbekannt. Erst ich mit meinem Freunden einen Backnachmittag verbracht hatte kam mir das erste Mal ein Rezept dazu in die Finger. Diese habe ich allerdings leider verschlampt. Also begab ich mich auf die Suche im WWW und wurde auch prompt fündig. Allerdings muss ich dazu sagen, dass es nicht indent ist. Die Mandoletti meiner Freunde waren längliche Stangerl und diese sind eher Kleckse. Aber sie sind simpel, und auch wirklich gut. 

Zutaten

250 g Mehl
1 Kl Backpulver
100 g Staubzucker
1 Pkg Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Ei
200 g weiche Butter
100 g fein gemahlene Mandeln
1 Stamperl Amaretto ( Mandellikör)

etwas Mandelplättchen zum Bestreuen.

Zubereitung

Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig rühren. Geriebene Mandeln hinzugeben und langsam das Ei  sowie den Likör einrühren. Mehl mit Backpulver mischen und unter die Buttermasse rühren bis ein samtiger Teig entsteht. Diesen in Frischhaltefolie wickeln und für ca. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. 

Backofen auf 180°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen. 
Teig noch einmal durchkneten und zu einer Wurst rollen. Diese in Stücke schneiden und Kugeln daraus formen ( ungefähr so groß wie Mozartkugeln). Diese auf einer Seite in Mandelplättchen drücken, dadurch werden sie wieder flacher, und auf das Backblech legen. 
Die Mandoletti circa 12 Minuten auf mittlerer Schiene backen. 

Das Rezept ist wirklich ganz einfach und schnell, und selbst wenn es nicht das Originalrezept meiner Freunde ist, so wurde es dennoch abgesegnet und für gut befunden ;)




Sonntag, 7. Dezember 2014

Walnuss-Engelsaugen

Mein Töchterchen wollte mal wieder backen und somit kramte ich in meiner Rezeptebox herum und stolperte über dieses Rezept. Warum genau habe ich dieses Rezept dafür ausgesucht? Nun, das ist ganz einfach: Der Teig ist schnell und einfach herzustellen, Kinder können anschließend gut mithelfen und sie sind wirklich wahnsinnig gut. Außerdem war meine Tochter unglaublich begeistert von dem Namen, auch wenn ich zugeben muss, dass das ziemlich glubschäugige Engel wären, bei der Größe, in der diese Kekse ausgefallen sind. Das nächste Mal werde ich sie einfach kleiner machen, dann hat man auch mehr zum Vernaschen ;)

Zutaten:

200 g weiche Butter
90 g Staubzucker
1 Pkg Vanille-Zucker
1 Prise Salz
4 EL frischen Orangensaft
300 g Mehl

Füllung:

60g fein gemahlene Walnüsse
40 g Marillenmarmelade
60 g Staubzucker
etwas Rum

Zubereitung:

Butter, Zucker, Vanillezucker, Salz schaumig rühren. Langsam den Orangensaft einfließen lassen und anschließend das Mehl einrühren bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Diesen in Frischhaltefolie wickeln und für eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Zwischenzeitlich das Rohr auf 180°C vorheizen.
Und alle Zutaten für die Füllung zusammenrühren.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Wenn der Teig ausreichend gerastet hat, ihn erneut durchkneten und zu einer langen Schlange von ca. 2 cm Durchmesser rollen. Nun ca. 1 cm lange Stücke abschneiden und zu kleinen Kugeln formen. Die Kugeln flach drücken, sodass sie wie kleine Schüsselchen aussehen und aufs Backblech setzen. Mit einem kleinen Löffel wird etwas Nuss-Marmelade-Füllung in die Mulde gegeben.
Nun die Engelsaugen ungefähr 15 Minuten lang backen lassen.





Sonntag, 30. November 2014

Maroni-Konfekt im edlen Design

Maroni, sie gehören für mich ganz einfach zur Weihnachtszeit dazu. Ich mag ihren nussigen und süßen Geschmack und irgendwie breitet sich beim Essen immer so ein wohlig warmes und behagliches Gefühl im ganzen Körper aus. Mal ganz abgesehen davon, dass die Edelkastanie ein wahres Energie- und Vitaminbündel ist.
Schon als Kind kaufte mir meine Oma bei dem Konditor unseres Vertrauens immer "Schokomaroni", was im Endeffekt nichts anderes als Maronipüree in Herzform mit Schokoladeüberzug ist. Sündhaft teuer war diese Leckerei und wie ein kostbares Kleinod habe ich es behandelt und langsam und andächtig vernascht.
Daher ist es auch nicht verwunderlich, warum ich diese Pralinen wie kleine Besonderheiten aussehen lasse, obwohl die Zubereitung nun wirklich ganz einfach, fast schon banal, ist.
Aber nun genug geschwärmt, natürlich will ich euch mein Rezept nicht vorenthalten.

Zutaten:

250g Maronipüree ( bei uns im TK zu finden)
60g fein geriebene Mandeln ohne Schale
50g dunkle Schokolade ( hier bitte auf Qualität achten)
125g Staubzucker
1 EL Cognac

Überzug: 120g dunkle Kuvertüre
Deko: Perlmuttfarbene Zuckerperlen, essbarer Goldstaub, Konfektschüsseln

Zubereitung:

 Maronipüree, sofern aus dem Tiefkühler, auftauen lassen.  Schokolade, im Wasserbad, schmelzen und mit Zucker, Mandeln, Cognac und  Maronipüree gut vermischen. Die Masse 1/2 Stunde in den Kühlschrank stellen. Anschließend pralinengroße Kugeln daraus formen. Kuvertüre über dem Wasserbad schmelzen und Maronikugeln zügig durchziehen. Gut abtropfen lassen und zum Erkalten auf ein Backpapier legen. Nun nur noch nach Belieben dekorieren. In meinem Fall habe ich 2 Zuckerperlen in die Mitte gesetzt und essbaren Goldstaub über die, noch feuchten, Konfekt gestreut. Abschließend kann man die fertigen Leckereien in hübsche Konfektschüsseln setzen.
Nun kann man sie selbst genießen, oder aber auch, in einer hübschen Schachtel verpackt, auch verschenken. Damit liegt ihr bestimmt goldrichtig :)





Samstag, 29. November 2014

Zimtsterne mit Gelinggarantie

Zugegeben, Zimtsterne sind eine ziemliche Patzerei. Wenn sie doch bloß nicht so gut wären...also vorausgesetzt man hat den richtigen Teig. Und oftmals scheitert es schlicht und ergreifend daran. Das Endresultat sind, nach ewig langem Herumgefluche mit der klebrigen Teigmasse, steinharte Kekse, die zwar hübsch anzusehen sind, sich allerdings maximal als Dekoration eignen.
Gut, zugegeben, das ist eine völlig subjektive Einstellung....zumindest bis ich das ultimative Rezept für Zimtsterne gefunden hatte. Ja, der Teig klebt immer noch, aber in einem erträglichen Maß, aber nach dem Backen erwarten einen wirklich ansehnliche und vor Allem weiche Zimtsterne.
Dieses "Wunderrezept" möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:

Zutaten:

500g geriebene Mandeln
2- 3 TL gemahlener Zimt ( und hierbei wirklich auf Qualität achten!)
300g Staubzucker
2 Eiweiß
2 EL Amaretto

Backofen auf 160°C, Ober- und Unterhitze vorheizen.

Alle Zutaten in der Küchenmaschine oder mit den Knethäcken eines Handmixers verrühren. Anschließend die Masse auf die Arbeitsfläche kippen und zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Masse in Frischhaltefolie wickeln und für eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Teig noch einmal durchkneten und auf einer, mit Staubzucker bestäubten, Arbeitsfläche circa 1 cm dick ausrollen und Sterne ausstechen. Diese auf ein Backblech  mit Backpapier auflegen.

Glasur:

1 Eiweiß steif schlagen und schließlich 120g Staubzucker einrühren. Optional: Lebensmittelfarbe, für alle die es gerne bunt mögen ;)

Nun die Glasur auf die Teigsterne streichen, Nach Laune mit Zuckerperlen verzieren und anschließend für ca. 15 Minuten im Rohr, auf mittlerer Schiene, backen.

Ja, so einfach können Zimtsterne sein ;) Viel Spaß und Erfolg beim Nachbacken.




Freitag, 28. November 2014

Linzer Kipferl.....ein Klassiker

Ich liebe Linzer Kipferl. Schon als Kind habe ich in jeder Bäckerei eines abgestaubt und daher muss natürlich auch jetzt eine ganze Dose davon her, weil was ich als Dreikäsehoch gemocht habe, mögen logischer Weise auch meine zwei Naschkatzen ;)
Und sie sind wirklich ganz schnell und einfach gemacht. Und wer, wie meine Mutter, kein Händchen für symmetrische Kipferl hat, macht eben Stangerl :)

Zutaten:

220g sehr weiche Butter ( aber nicht flüssig!)
80g Staubzucker
1Pkg Vanille Zucker
1 Prise Salz
1 Ei
300g Mehl

+ für die helle Masse: 1TL Vanillemark, Marillenmarmelade
+ für die dunkle Masse: 3 EL Kakaopulver, Ribiselmarmelade ( Johannisbeermarmelade)

dunkle Kuvertüre zum Tunken

Zubereitung:

Backofen auf 180°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.
Zucker, Butter, Vanillezucker und Salz schaumig rühren. Wenn die Masse luftig und weißlich ist, unter schnellem Rühren, das Ei dazugeben sowie die Aromen ( Vanillemark oder Kakao). Nun das Mehl löffelweise einrühren.

Masse in einen Spritzsack mit Sterntülle füllen und Kipferl, Stangerl...was auch immer ...auf das Blech dressieren. Auf mittlerer Schiene, circa 15 Minuten backen.
 Bäckerei auskühlen lassen und schließlich die Kipferl mit Marmelade doublieren. Kekse über Nacht liegen lassen damit die gut die Feuchtigkeit der Marmelade aufsaugen können und danach auch wirklich gut zusammenkleben.
Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und die Enden der Bäckerei darin tunken,
Es ist also wirklich keine Hexerei und dieses Gebäck kommt bei Groß und Klein garantiert gut an ;)






Donnerstag, 27. November 2014

festliche Weinsterne oder auch Montagnards genannt

Die Adventzeit steht vor der Türe und traditionell beginnt es da im Hause KitchenTinker zu duften. Die Weihnachtsbäckerei öffnet ihre Pforten.
Vanillekipferl und Co überlasse ich meiner Oma, denn mal ehrlich: NIEMAND bekommt die besser hin als Großmütter;) Also konzentriere ich mich heuer auf einfache Rezepte mit wenig Zeitaufwand, bei denen auch die Kinder mithelfen können.
Die Backsaison startet hier auf dem Blog mit einem ganz einfachen Rezept, welches erstaunlich viele Kekse abwirft. Es handelt sich dabei um ein französisches Gebäck, welches als "Montagnards" bekannt ist. und hier nun mein Rezept:

Zutaten:

250g weiche Butter
250g Staubzucker
1 Pkg Vanille-Zucker
1 Prise Muskatnuss, am Besten frisch gerieben
150ml Rotwein (ich hatte Uhudler offen, demnach ist das variabel)
etwas Zitronensaft (ungefähr 1 EL)
1 KL Backpulver
500g Mehl

Optional:  große Zuckerperlen

Zubereitung:

Backofen auf 200°C, Ober-und Unterhitze, vorheizen.
Butter, Zucker und Vanillezucker sowie Muskat schaumig rühren. Wenn die Masse luftig und weißlich erscheint ist sie genau richtig. Nun nach und nach, unter ständigem Rühren, Zitronensaft und Wein zugießen. Sollte die Masse ausflocken und sich nicht gut verbinden, einfach 1- 2 EL Mehl unterrühren bevor weiter Flüssigkeit zugegossen wird.
Schließlich Mehl und Backpulver gut unterrühren.
Den Teig in einen Spritzsack mit großer Sterntülle füllen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, und mit dem Spritzsack Sterne/ Blumen aufspritzen.
Und nun können die Kinder Zuckerperlen in die Mitte der Sternchen setzen, Meine Tochter hatte dabei unglaublich viel Spaß :)
Letztlich das Blech in die untere Hälfte des Backrohrs schieben und für geschätzte 12 Minuten backen.

Ich muss gestehen, dass ich nicht abgezählt habe wie viele Sterne dabei heraus gekommen sind, Fakt ist allerdings, dass ich eine ganze Keksdose damit füllen konnte. der Teig ist demnach extrem ergiebig und ich bin sicher, dass man diese Sterne nicht nur mit Wein backen kann. Daher heißt es wie immer: Experimentieren erwünscht ;) Über Feedback freue ich mich natürlich auch sehr ;)






Samstag, 18. Oktober 2014

Orangen-Trüffel Torte

Vor einigen Wochen ist ein sehr lieber Freund an mich heran getreten, mit der Frage, ob ich ihm für seine Abschiedsfeier in der Arbeit nicht einen, und ich darf zitieren: "geilen Kuchen" backen kann. Natürlich habe ich ihn diesen Gefallen sehr gerne getan und habe mich für eine der genialsten Kombinationen an Geschmäckern entschieden, die ich kenne. Eine Liaison von herber Schokolade mit der säure von Orangen.
Also begann ich, meine diversen Backbücher zu durchforsten und wurde schließlich in Peggy Porschens " Boutique Baking", fündig.
Nur kurz sei erwähnt: Diese Frau ist eine Göttin. Ich liebe jede einzelne ihrer Kreationen....in meiner abgewandelten Form :P Man muss nämlich dazu sagen, dass der englische Gaumen wohl um einiges mehr an Zucker verträgt als der unsrige. Deswegen habe ich begonnen, ihre Rezepte lediglich als gedankliche Grundlage zu verwenden, sie allerdings so weit abzuwandeln dass sie doch wieder ganz anders sind.

Aber nun genug der Worte, immerhin wollt ihr ja das Rezept haben ;)

Zutaten: 

Für die Tortenböden: 

400g weiche Butter
250g feiner Zucker
6 große Eier ( XL)
400g Mehl
4 TL Backpulver
eine Prise Salz
3 EL fein gehackte, kandierte Orangenschalen

Für den Sirup: 

200 ml Orangensaft ( entspricht ungefähr dem Saft von 3 frischen Orangen)
100g Zucker
ein richtig guter Schuss Contreau oder einem anderen Orangenlikör ( sollte der Kuchen für Kinder zubereitet werden, ist diese Zutat optional)

Für die Trüffelcreme:

400g richtig gute, dunkle Schokolade ( mind. 60% Kakaoanteil)
1 Becher (250ml)  Schlagobers
2 EL Butter

1 Glas richtig gute Orangenmarmelade mit Fruchtstücken.
2 x fertige, dunkle Schokoladenglasur

Zubereitung:

Am Besten mit der Trüffelcreme beginnen da diese am längsten zum erkalten benötigt.
Schlagobers in einem Topf zum köcheln bringen. Kleingehackte Schokolade darin auflösen und kalte Butter unterrühren. Nun etwas abkühlen lassen und in den Kühlschrank stellen bis sie eine butterartige Konsistenz bekommen hat.

Backofen auf 180° C vorheizen. Eine Springform ( Durchmesser ca. 26 cm) gut einfetten und mit Brösel ( Paniermehl) ausstäuben.

Butter, Zucker, Salz, und Orangenzesten so lange miteinader verrühren bis die Masse schaumig wird ( zu erkennen an der hellen Farbe, welche sie bekommt). Eier langsam, nach und nach unter schnellem Rühren untermischen. Sollte die Masse ausflocken einfach ein wenig Mehl dazugeben damit sie wieder bindet. Zum Schluss das restliche Mehl mit dem Backpulver unterrühren. Masse in 2 Hälften teilen. Den ersten Teil der Masse in die Springform füllen und im Backrohr, auf mittlerer Schiene, ca. 30 - 35 min. backen. Immer die Stäbchenprobe machen ob der Teig auch wirklich durch ist. Ersten Kuchenboden auf ein Brett stülpen und abkühlen lassen. Springform ebenfalls kurz überkühlen lassen, erneut einfetten und bröseln und anschließend den zweiten Kuchenboden backen.

In der Zwischenzeit den Sirup herstellen: Orangensaft und Zucker in einem kleinen Topf zum köcheln bringen und warten bis sich eine dickflüssige, sirupartige Konsistenz gebildet hat. Topf vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Anschließend den Orangenlikör dazugeben.

Nach dem Backen beide Tortenböden halbieren, sodass man insgesamt 4 Teile erhält. Den obersten und den untersten Teil jeweils mit Sirup tränken. Die beiden Mittleren Böden mit viel ( aber nicht der ganzen) Orangenmarmelade zusammenkleben. Nun die Hälfte der Trüffelcreme auf den getränkten unteren Boden streichen ( je wärmer der Boden ist, umso schwieriger ist das, also die Böden, nach dem Tränken mit Sirup, wirklich auskühlen lassen). und den zusammengeklebten mittleren Teil, in dem sich bereits Orangenmarmelade befindet, aufsetzen. Nun die zweite Hälfte der Schokocreme auf dem, nun schon entstandene Turm, verstreichen und den obersten, getränkten Tortenboden als Deckel aufsetzen.
Torte für gut 1 Stunde in den Kühlschrank stellen, anschließend die Ränder mit einem scharfen Messer säubern ( zurechtschneiden) und mit der restlichen Marmelade den Deckel ausgleichen.

Dunkle Schokoladenglasur nach Anleitung erwärmen und Torte damit vollständig überziehen und nach Wunsch dekorieren. Ich habe Orangenspalten aus der Dose sowie fertige Schokoschnörksel dafür verwendet, aber hier sind euren Ideen natürlich, wie immer, keine Grenzen gesetzt.







Donnerstag, 16. Oktober 2014

Von Drachen, mächtigen Magiern, seltsamen Sitten und Riten und Ehrgefühl....

....ein Wochenendsausflug in das Fantasyland "Ryu Shima".

Es ist bereits einige Jahre her, als sich die Idee für ein asiatsch inspiriertes Fantasyland in meinen Gedanken manifestierte und bald schon war es zu Papier gebracht und erhielt den Namen "Ryu Shima" Ein Land voller chinesisch inspirierter Elementmagier die in Einklang mit japanischen Samurai leben und deren Herrschaftssystem übernommen haben. Warum dies so ist und was wir, Mr. KitchenTinker und ich, uns dabei überlegt haben, wäre zu ausschweifend es hier zu erklären.
Zunächst existierte das Land viele Jahre nur in unseren Köpfen, doch vor knapp 2 Jahren fanden wir den nötigen Anstoß dieses land mit einer kleinen, illustren Gruppe zu bespielen, welche sich auf ihrer Erfahrungsreise quer durch die Fantasywelten befand um sich neues und fremdes Wissen anzueignen.
Damit haben wir wohl eine Lawine an Interesse losgetreten, denn bald schon kamen spieltechnische Anfragen für Handelsbeziehungen. Auch zu einem exklusiven Dinner für Adelige eines anderen Fantasykontinentes wurde die Leiterin der Delegation eingeladen.
Es dängte sich also die Idee auf, ein Spiel zu kreieren bei dem es lediglich um das Präsentieren des eigenen Landes sowie dessen Handelswaren, also auch der der anderen interessierten Länder ging. Abrunden sollte das Ganze ein real existierende chinesisches Fest, nämlich das Mondfest.

Gesagt, getan! Viel Vorbereitung und Engagement aller Mitwirkenden war von Nöten dieses gar fremde und exotische Land in einem Pfadfinderheim nahe Wien zu erschaffen und die Spieler in diese unglaubliche Kultur voller Disziplin und Ehrgefühl zu entführen. Der Aufwand den unsere Gesellschaftsdamen betrieben haben war schier unglaublich, die Küche hat stoisch das Thema Asien, im speziellen Japan, durchgezogen, auch wenn wir wussten dass dies auch für die Spieler eine harte Probe werden würde. Die Resonanz nach dem Spiel machte uns als Organisatoren sprachlos. Aber nun will ich euch nicht länger vollschwafeln, sondern euch ein wenig bildtechnisch an unserem letzten Wochenende teil haben lassen. Das Schnittmuster für die chinesischen, Hanfus für Männer stelle ich demnächst für euch online. Das Kleid der Tochter des Feuerlords wurde von meiner Freundin Moq gezaubert. Riesengroßes DANKE, hierfür nocheinmal. Die Bilder wurden mir dankenswerter Weise vom bezaubernden und höchst talentierten Strazy Girl fotografiert und zur Verfügung gestellt.
Und nun viel Spaß bei den Fotos :)

Samstag, 4. Oktober 2014

Tiramisu, süße italienische Sünde

Italien, ein Land mit einer ausgezeichneten Küche, die so wahnsinnig vielfältig ist wie seine Regionen, doch einige Klassiker werden wir wohl immer mit dem "Stiefel" verbinden: Pizza, Pasta und TIRAMISU. Ich glaube hierbei handelt es sich um das klassische Dessert das einem sofort einfällt wenn man an bella Italia denkt. Und ich kenne eigentlich niemanden, der es nicht mag.

Daher möchte ich euch heute mein persönliches Tiramisu-Rezept vorstellen welches ich von der Oma einer guten Freundin aus Italien abgestaubt habe ;) Und glaubt mir: Es ist wirklich sooooooo einfach, wenn auch wirklich Sündhaft, aber das ist es einfach wert!

Zutaten: 

1 Becher Mascarpone ( 500g)
4 Eier ( Größe M und am besten Freiland weil die Dotterfarbe so genial ist)
100 -150 g Staubzucker ( wobei das, je nach Geschmack, variabel ist)
2 Pkg. Biskotten ( Löffelbiskuit)
2 Tassen wirklich guten Espresso
1/4 l Milch
etwas Weinbrand
2-3 Rippen dunkle Schokolade
Kakaopulver

Zubereitung: 

Eier trennen und das Eiklar zu wirklich steifen Eischnee aufschlagen. Eisdotter mit Mascarpone und Zucker verrühren. Vorsichtig den Eischnee unter die Masse heben bis eine homogene Creme entstanden ist. Abschmecken um eventuell noch etwas Zucker unterzurühren, wobei man die Süße der Biskotten nicht außer Acht lassen sollte.

Eierbiskotten auf den Boden einer hohen Auflaufform ( am Besten aus Glas) schichten und mit Espresso beträufeln. Ich persönlich koche den Kaffee für dieses Dessert so wie die Italiener in der Espressokanne. Der Boden sollte allerdings nicht durchtränkt sein, da er sonst matschig und bitter wird. Nun wird die erste Schicht ( ca 2-3 cm)  Mascarponecreme über den Biskotten verteilt.
Nun die Milch aufkochen und einen guten Schuss Weinbrand hinzufügen und die Schokolade darin schmelzen lassen. Nun muss man schnell arbeiten, denn wie beim Boden auch, gilt bei allen Biskottenlagen: Bitte nicht Baden, nur Duschen! Heißt im Klartext: Die Biskotten werden nur schnell in der Schoko-Weinbrand-Milch gewendet und sofort auf die Mascarponeschicht gelegt.

Und so geht das nun eine Weile so weiter. Immer abwechselnd: Mascarponecreme, getränkte Biskotten, Mascarponecreme, getränkete Biskotten, Mascarponecreme.......so lange bis die Auflaufform voll ist. Mascarponecreme bildet den Abschluss.
Nun wird das fast fertige Tiramisu für mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank zum ruhen verfrachtet. Über Nacht wäre fast noch besser.

Kurz vor dem Servieren wird noch Kakaopulver darüber gesiebt und dann darf endlich genossen werden.

Ich hoffe dass euch dieses Rezept genauso gut schmeckt wie uns. ich wünsche euch auf alle Fälle gutes Gelingen und vor Allem: Buon Appetito.



Freitag, 3. Oktober 2014

Bloggertreffen im Mittelalter




Vor zwei Wochen flatterte eine Einladungsmail zu einem Food-Blogger Treffen in mein Postfach. Zu meiner großen Freude stellte sich heraus, dass dieses im Restaurant Camelot beim Wiener Naschmarkt statt finden soll.

Aufgrund vieler Veranstaltungen, welche wir mit unserem Liverollenspiel-Verein bereits dort abgehalten haben, kenne ich dieses Lokal, sowie die Geschäftsführung schon recht gut und somit war diese Einladung der Fa. Culinarius ein absoluter Pflichtermin.
Gemeinsam mit Mr. KitchenTinker, MissXoxolat und Mr.Xoxolat ging es also an besagtem Abend in das Erlebnisrestaurant.

Eine große Tafel wurde für uns bereit gestellt und nach und nach trudelten auch die Bloggerkolleginnen und Kollegen ein. Schnell entstand eine lockere und heiter Atmosphäre und als der erste Gang, Suppe á la card, in meinem Fall eine Zwiebelsuppe im Brotlaib und Käsehäubchen, aufgetischt wurde war klar: Ja, das schmeckt gar wunderbar. Woran man das merkt? Dass eine Schar an wirklich kommunikationsbegeisterten Menschen in absolute Stille versank und einfach nur genossen hat...natürlich nicht bevor alle ihre Fotokameras gezückt hatten um dieses Event auch zu dokumentieren. By the way: Ich bin eine grottige Bloggerin! Kein Fotoaparat und auch keine Handkamera mit dabei XD Ich gelobe Besserung!

Das Restaurant bietet jeden Samstag- und Freitag Abend ein Showprogramm an. Dieses Mal wurden wir von einem Zauberer unterhalten, welcher wieder einmal mehr bewiesen hat, dass man nicht den ersten Eindruck bewerten sollte, eine Bauchtänzerin welche sich für uns sogar auf den Tisch gewagt hat und dort richtig Stimmung erzeugt hat und einer Feuerkünstlerin welche mit ihren Feuerfächern und Pois die Luft zum brennen gebracht hat.

Nachdem wir von Merlin verzaubert wurden, stellten die "Knechte" und "Mägde" riesige Holzplatten mit allerlei gemischten gegrillten Fleisch sowie Beilagen in diversen Sorten ein. Ein wahres Wunder dass das Brett sich nicht durchgebogen hat bei der Menge an Leckereien. Und wie es im Mittelalter nun einmal üblich war, hieß es auch hier: Ärmel hochkrempeln und ran an den Speck!
Abgerundet wurde unser Dinner durch eine Nachspeise, ebenfalls á la card. ich habe mich für den hausgemachten Milchreis mit Früchten der Saison entschieden, oder wie das Camelot es nennt: die "Sünde der Königin" und dieser Wortlaut trifft tatsächlich zu! Sündhaft gut war der Riesenbecher der nach dem üppigen Mahl kaum mehr zu bewältigen war, aber die pure Gier letztendlich doch gesiegt hat.

Nun mein Fazit:

Ich würde lügen wenn ich sagen würde, dass ich unvoreingenommen und neutral zu diesem Event gegangen bin, umso mehr freut es mich, dass meine hohen Erwartungen an das Lokal erneut mehr als erfüllt wurden. deswegen kann und möchte ich euch dieses Lokal wirklich sehr ans Herz legen. Es ist jedes Mal ein Erlebnis für sich.
Auch wenn die Fassade des Camelots, trotz der mittelalterlichen Malereien, eher grau und trist wirkt so, wird man sofort verzaubert sobald man die schweren Holztüren zum Inneren geöffnet hat und über sie Schwelle getreten ist. Viel Liebe zum Detail steckt in jedem Raum. Seien es die verschiedenen, gestickten Banner an der Wand, oder die Töpferware in denen die Getränke serviert werden, bis hin zu den Flaschenbodenfenstern, hier wird das Mittelalter für moderne Menschen gelebt.

Ich, für meinen Teil, werde dort immer wieder anzutreffen sein ;)

An dieser Stelle möchte ich mich nocheinmal ganz herzlich beim Geschäftsinhaber des Restaurants Camelot, sowie derselben von Culinarius für diesen schönen Abend bedanken sowie an meine Bloggerkollegen für die nette Gesellschaft!







Sonntag, 10. August 2014

Hühnerpfanne auf Bauernart - eine Brathuhn-Reste Verwertung

Gestern nachmittag bin ich, durch Zufall, an Reste von einem Brathuhn gekommen. Meine Tante hatte sich eines als Mittagessen mitgenommen und die Hühnerbrüste einfach nicht gegessen. Ich weiß gar nicht was sie damit gemacht hätte, wenn ich  sie nicht gefragt hätte ob ich sie mir für das heutige Abendessen mitnehmen kann, auf alle Fälle wäre es ewig schade darum gewesen.
Und deswegen gibt es heute Abend eine "Hühnerpfanne auf Bauernart".
Die Zubereitung ist wirklich extrem einfach. Leider kann ich keine genauen Mengenangaben dazu abgeben das es so ein klassischer "Verhau" ist, wie meine Oma so schön sagt. :D Es sind also eher Schätzungen.

Zutaten: ( 4P)

ca. 1 kg festkochende Kartoffeln
 1 großer Zwiebel
1-2 Knoblauchzehen
ausgelöste Reste eines Brathuhns ( die haut kann da auch ruhig mit hinein...die gibt zusätzlich Geschmack ab)
1 Pkg aufgeschnittener Bauchspeck
2 TL Majoran (frisch oder getrocknet)
Schnittlauch
Salz
Pfeffer
etwas Öl
1 Ei pro Person

Zubereitung:

Kartoffeln in leicht gesalzenen Wasser kochen, abschrecken, schälen und in 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. Speck und Brathuhnreste klein schneiden.
Zwiebel und Knoblauch fein haken und in einer großen Pfanne in Öl hellbraun anrösten. Nun die Kartoffelscheiben hinzu und alles so lange anrösten bis alles goldgelb ist ( klassische Bratkartoffeln halt)
Speckwürfel dazu Brathuhnreste dazugeben. Mit Salz, Pfeffer, Schnittlauch und Majoran würzen und alles nochmal gut anrösten lassen.
Für jeden Esser jeweils ein Spiegelei zubereiten. Schließlich die Hühnerpfanne auf Tellern anrichten und das Spiegelei darauf legen. Fertig :) Dazu passt hervorragend Salat.

Das Gericht ist wirklich einfach und günstig, nichts verkommt und meine Kids essen das mit Leidenschaft und somit ist die ganze Familie glücklich. In dem Sinne: Mahlzeit :)




Freitag, 8. August 2014

Omnomnom..... Cookies!

Heute war ich wieder einmal in Backlaune, Es sollte allerdings schnell gehen, einfach sein und doch wirklich, wirklich gut. Die Entscheidung war daher schnell getroffen: COOKIES!
Jeder mag Cookies, zumindest kenne ich niemanden der das Gegenteil behaupten würde. Im Hause KitchenTinker scheiden sich nur lediglich die Geister welche Art von Cookies die wohl die besten sind. Mr. KitchenTinker, zum Beispiel, ist generell kein Freund von dunkler oder Vollmilch Schokolade. Also heißt es wieder einmal kreativ werden damit alle Geschmäcker auch befriedigt werden und so sind folgende 3 Cookie-Kreationen entstanden:

- White Chocolat - Cranberry Cookies
- Hazelnut - Toffee Cookies
- Pure Chocolat Cookies

Das klingt nach schrecklich viel Arbeit, aber in Wirklichkeit habe ich lediglich 1 Grundmasse gemacht und jeweils 1/3 davon mit einer anderen Geschmackskomponente versehen. Lange Rede kurzer Sinn, hier ist mein Rezept:

Grundmasse:

300 g Butter zimmerwarm
200 g brauner Zucker
1 Prise Salz
2 Pkg. Vanillezucker
2 Eier
350 g Mehl
1 gehäufter TL Natron

Des Weiteren:

Beigabe 1:
100 g weiße Schokolade, grob gehackt
100 g getrockneten Cranberries

Beigabe 2:

50 g  Haselnüsse, grob gehackt
75 g dunkle Schokolade, grob gehackt
100 g weiche Karamellen, grob gehackt

Beigabe 3:

3 EL Kakaopulver ( ungezuckert)
150 g  dunkle Schokolade grob gehackt

Zubereitung:

Backrohr auf 180°C, Ober- Unterhitze vorheizen.
Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz cremig rühren. Dann die Eier nacheinander, zügig unterrühren. Mehl mit Natron vermischen und löffelweise unter die Masse heben. Nun die Teigmenge dritteln.
Unter jedes Teigdrittel eine andere Mischung unterheben.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und, mit Hilfe eines Esslöffels, kleine Häufchen darauf verteilen. Da die Cookies beim Backen auseinander gehen sollte dazwischen etwas Platz sein.
Nun das Blech für ca. 11 - 13 Minuten, auf die mittlere Schiene des Rohrs, geben.
Die Cookies sind nach der Backzeit noch weich. Das ist völlig Normal. Sie werden erst fest wenn sie ausgekühlt sind.
Ich brauche für die Menge geschätzte 4 Backgänge und erhalte von jeder Sorte an die 12 Stk. aber das hängt nur von der Größe des Löffels ab ;)
Ich wünsch euch viel Spaß beim Nachbacken. Ich schnapp mir jetzt einen Cookie und genieße den Abend.


Oben: white chocolat-cranberry, Unten Links: Pure chocolat, Unten Rechts: Hazelnut-Toffee



Dienstag, 29. Juli 2014

Hochzeits- Rainbow- Cookies für Miss Xoxolat

Am Samstag den 26.07.2014 war es endlich so weit. Meine, in Blogfragen, Mentorin und eine meiner besten Freundinnen, MissXoxolat, heiratete ihren Mr.Xoxolat.
Das Motto der Party: Regenbogen! Ganz zu ihr passend! Schillernd, bunt, fröhlich, farbenfroh. Kurzum: die Hochzeit war ein Traum! Und weil ich dem Brautpaar eine ganz besondere Freude machen wollte, habe ich meine Küche mal wieder in ein Schlachtfeld verwandelt und für jeden Gast einen "Rainbow Cookie" gebacken.


Teig- Zutaten für ca. 24 Kekse:

200g Butter
200g Zucker
400g Mehl
1 Ei
Mark 1 Vanilleschote

Butter und Zucker schaumig rühren. Schnell das Ei und das Vanillemark in die Masse einrühren und schließlich Mehl dazu geben. Teig in Frischhaltefolie packen und für 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Kekse bei 180°C, mittlere Schiene, ca. 40 Minuten backen. Die Backzeit ist allerdings von der Dicke der Kekse abhängig. Meine waren an ca. 1 cm dick. Wenn die Kekse einen leicht hellbraunen Rand bilden sind sie fertig.

Als Inspiration und Anleitung für das Design diente mir diese Vorlage von Montreal Confections, da es so perfekt zu dem Logo der Beiden passte.

Und hier nun das Ergebnis:

Danke an Miss Xoxolat für die tollen Bilder! <3

Ich wünsche dem Brautpaar, auch auf diesem Wege, nochmals alles erdenklich Liebe und Gute!
Bleibt eigentlich nur eine Frage offen: wird Miss Xoxolat jetzt Mrs. Xoxolat? :P XD