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Mittwoch, 18. Februar 2015

Dort, wo Tee ein Zuhause gefunden hat....

oder auch: Ein Besuch im Cha No Ma.

Es kommt nicht oft vor, dass Mr. KitchenTinker und ich mal einige freie Stunden für uns haben. Umso mehr legen wir, wenn es mal soweit ist, wert darauf diese Zeit sinnvoll zu nutzen und ein wenig zur Ruhe zu kommen. 
Als Feinschmeckerin ist es demnach nicht verwunderlich, dass der Wiener Naschmarkt für mich ein kleines Stück Urlaub in der Stadt bedeutet und da das Wetter Ende letzter Woche derart schön war, bot sich ein Ausflug dorthin schlichtweg an. 
Gut, ja, ich gebe es ja zu, natürlich benötigte ich kleiner Asia Freak natürlich auch die eine oder andere Zutat aus einem der unzähligen exotischen Läden, bzw. komme ich kaum oder sehr selten an den wunderschönen japanischen Töpferwaren vorbei. 
Bei so einem Shopping-Trip schleicht sich dann auch immer Hunger ein, und gerade am Naschmarkt, wo es an allen Ecken und Enden nach allerlei Köstlichkeiten duftet, ist es schwer dies zu ignorieren.Mein Credo dazu: Sollte man auch nicht ;)

Nachdem wir eine Weile unschlüssig hin- und hergeschlendert sind ist uns dieser Teeladen ins Auge gesprungen. Von außen wirkte das Cha No Ma nun nicht sonderlich traditionell, aber ich hatte etwas erspäht was ich unbedingt in diesem Augenblick haben wollte: ONIGIRI! <3 
Also sind wir hinein in den Teeladen, der sich auf japanischen Grüntee in exklusiver Qualität spezialisiert hat. Und ob ihr es mir glaubt oder nicht, aber kaum hatte sich die Türe hinter uns geschlossen, stellte sich eine unglaubliche Ruhe ein. Ich konnte mich kaum entscheiden wohin ich meinen Blick zuerst lenken soll: Auf das Eck mit wundervoller Töpferware, erlesenen Tee und allen notwendigen Accessoires um Grüntee traditionell und in all seiner Perfektion zuzubereiten, oder zu der kleinen Theke an der es diese unwiderstehlichen, verschieden gefüllten Reisdreiecke gibt und natürlich Grüntee in all seinen originalen sowie modernen Varianten.

Damit ihr euch das ein wenig besser vorstellen könnt ein kleiner Auszug aus der Teekarte: 
Traditionell gibt es hier natürlich den klassischen Matcha in diversen Sorten zur Auswahl. Sencha sowie Genmaicha als weitere Klassiker sind hier natürlich auch vertreten und viele, viele mehr.
Zu den sehr modernen Varianten hat Ayumi Kondo, die Inhaberin des Teehauses, viele verschiedenen Sorten an Matcha Latte in Angebot sowie Matcha Smoothie und Frappé. 

Wir haben uns für traditionelle Tees entschieden. Mr. KitchenTinker einen Genmaicha und ich den klassischen Sencha. Schon alleine die Art und Weise wie dieser serviert wurde war ein Genuss. Jeweils ein kleines Tablett mit zwei Kännchen darauf, einer Teeschale und einer kleinen Süßigkeit nach Art des Hauses, wie es auch in Japan stets zu Tee angeboten wird. 
Nun stellt sich einigen vielleicht die Frage, wozu man zwei Kännchen für einen Tee benötigt. Dazu muss man sich allerdings auch sehr mit der japanischen Kultur und Tradition befassen. Essen und Trinken sind Rituale. Sie sind für uns auf den ersten Blick vielleicht unnötig, aufwendig und mühsam, aber je mehr man eintaucht und versucht zu verstehen, umso mehr verfällt man darin und erkennt die Sinnhaftigkeit dahinter. Gerade bei Tee ist es sogar sehr simpel zu erklären: 
Ein Kännchen mit Teeblättern, ein Kännchen mit Wasser. Tee entfaltet seine Wirkung und sein volles Aroma durch zwei wichtige Komponenten: der richtigen Temperatur des Wassers, sowie der Brühzeit. Man gießt demnach nur die Menge an Wasser in das Kännchen mit den Teeblättern die in die Teeschale passt, schwenkt das Wasser sanft durch die Teeblätter bevor man den Tee schließlich ausgießt und diesen Vorgang wiederholt man mit jeder Tasse neu. Würde man das ganze Wasser sofort über die Teeblätter gießen, so würden der Tee mit jeder Tasse anders schmecken, und Grüntee bekommt, bei zu langer Ziehzeit, ein ziemlich unangenehmes, sehr bitteres Aroma. Die Technik des immerwährenden Aufgießens gewährleistet demnach, jede Tasse frisch, in der optimalen Qualität, genießen zu können. 
Man kann das jetzt als sinnvoll erachten oder auch nicht, aber wer sich ins Cha No Ma begiebt sollte es auf dieses Experiment wirklich ankommen lassen und einige mehr als entspannende und faszinierende Minuten verbringen. Ich kann es euch wirklich nur wärmstens empfehlen.

Und nachdem ich jetzt beim Tee schon in derartige Schwärmereien verfallen bin will ich euch verschonen was die Onigiri anbelangt. Ich sag dazu nur eines: Muss man einfach probiert haben! Leider haben wir erst beim Gehen mitbekommen, dass es auch Suppe zur Auswahl gegeben hätte und auch zu den diversen, wirklich lecker aussehenden Süßigkeiten, wie hausgemachte Mochi, sind wir leider nicht mehr gekommen, denn, so sehr mich dieses kleine Lokal auch verzaubert hat, aber außerhalb rennt die Zeit trotzdem unaufhörlich weiter und unsere beiden Mäuse mussten abgeholt werden.  
Es war bestimmt nicht mein letztes Mal im Cha No Ma, vielmehr ist es zu einer neuen Ruheoase für mich geworden und so bedanke ich mich bei Ayumi Kondo und ihrem Team für die Gastfreundschaft. Arigato Gozaimasu.

Ja, wir hatten schon von den Onigiri genascht als mir einfiel dass ich ein Foto machen solle :P






Donnerstag, 16. Oktober 2014

Von Drachen, mächtigen Magiern, seltsamen Sitten und Riten und Ehrgefühl....

....ein Wochenendsausflug in das Fantasyland "Ryu Shima".

Es ist bereits einige Jahre her, als sich die Idee für ein asiatsch inspiriertes Fantasyland in meinen Gedanken manifestierte und bald schon war es zu Papier gebracht und erhielt den Namen "Ryu Shima" Ein Land voller chinesisch inspirierter Elementmagier die in Einklang mit japanischen Samurai leben und deren Herrschaftssystem übernommen haben. Warum dies so ist und was wir, Mr. KitchenTinker und ich, uns dabei überlegt haben, wäre zu ausschweifend es hier zu erklären.
Zunächst existierte das Land viele Jahre nur in unseren Köpfen, doch vor knapp 2 Jahren fanden wir den nötigen Anstoß dieses land mit einer kleinen, illustren Gruppe zu bespielen, welche sich auf ihrer Erfahrungsreise quer durch die Fantasywelten befand um sich neues und fremdes Wissen anzueignen.
Damit haben wir wohl eine Lawine an Interesse losgetreten, denn bald schon kamen spieltechnische Anfragen für Handelsbeziehungen. Auch zu einem exklusiven Dinner für Adelige eines anderen Fantasykontinentes wurde die Leiterin der Delegation eingeladen.
Es dängte sich also die Idee auf, ein Spiel zu kreieren bei dem es lediglich um das Präsentieren des eigenen Landes sowie dessen Handelswaren, also auch der der anderen interessierten Länder ging. Abrunden sollte das Ganze ein real existierende chinesisches Fest, nämlich das Mondfest.

Gesagt, getan! Viel Vorbereitung und Engagement aller Mitwirkenden war von Nöten dieses gar fremde und exotische Land in einem Pfadfinderheim nahe Wien zu erschaffen und die Spieler in diese unglaubliche Kultur voller Disziplin und Ehrgefühl zu entführen. Der Aufwand den unsere Gesellschaftsdamen betrieben haben war schier unglaublich, die Küche hat stoisch das Thema Asien, im speziellen Japan, durchgezogen, auch wenn wir wussten dass dies auch für die Spieler eine harte Probe werden würde. Die Resonanz nach dem Spiel machte uns als Organisatoren sprachlos. Aber nun will ich euch nicht länger vollschwafeln, sondern euch ein wenig bildtechnisch an unserem letzten Wochenende teil haben lassen. Das Schnittmuster für die chinesischen, Hanfus für Männer stelle ich demnächst für euch online. Das Kleid der Tochter des Feuerlords wurde von meiner Freundin Moq gezaubert. Riesengroßes DANKE, hierfür nocheinmal. Die Bilder wurden mir dankenswerter Weise vom bezaubernden und höchst talentierten Strazy Girl fotografiert und zur Verfügung gestellt.
Und nun viel Spaß bei den Fotos :)

Sonntag, 9. Februar 2014

Die Entstehung einer Samurai ( Menpo) Maske

Es ist mal wieder soweit. Ich bin im Näh-und Bastelstress. Der Grund: ein bevorstehender Maskenball zu dem unsere asiatisch inspirierte Gruppe natürlich in angemessener Optik erscheinen möchte.
Demnach müssen 4 Roben im Hanfu Stil genäht werden und einige Masken gebastelt werden.
Die erste Maske soll eine klassische Menpo Maske werden. Der Plan: ein Grundabdruck der unteren Gesichtspartie aus Gipsbinden und anschließendes Modellieren aus Pappmaschee.

Schritt 1: der Gipsabdruck
Wichtig, beim Gipsabdruck, ist wie immer dass alle Partien des Gesichtes, die stärker behaart sind, gut mit Fettcreme, z. B. Vaseline, eingeschmiert werden. Im Falle von Mr. KitchenTinker ist das ziemlich viel, da er Bartträger ist ;)
Die Gipsbandagen mit einer Schere in Streifen schneiden und ein Gefäß mit lauwarmen Wasser bereit stellen. Zügig und flott die Gipsstreifen durch das Wasser ziehen, damit sich der Gips nicht auflöst und möglichst faltenfrei auf das Gesicht legen und mit den Fingern leicht glatt streichen. Es ist vor allem bei der Nasenpartie wichtig, dass man genau arbeitet, das erhöht den späteren Tragekomfort. Erst zum Schluss die untere Nasenpartie mit den Luftlöchern machen. 3. 4 Gipsschichten übereinander sollten generell ausreichen. Nun ein wenig, ca. 4-5 Minuten, warten bis der Gips fest wird, und mittels Gesichtsmimik die Maske lösen und komplett trocknen lassen. Ich warte immer bis zum nächsten Tag, das ist mehr als ausreichend.

Schritt 2:  die Maske erhält ihre Form
Nachdem die Grundmaske getrocknet ist, kann man mit einer Schere die Maske in Form bringen. Man kann nie perfekt Gipsen, weshalb dieser Schritt vermutlich nicht zu umgehen ist. Für schwer erreichbare oder filigrane Stellen verwende ich eine Nagelschere.
Nun mit einem Bleistift die Mundpartie und eventuell die Nasenlöcher definieren, die anschließend ausgeschnitten werden. Ich benutze für den Mund eine Kleinbohrmaschine mit Trennscheiben-Aufsatz und für die Nasenlöcher einen normalen Bohraufsatz.

Schritt 3: die erste Schicht Pappmaschee
Eine Schüssel mit warmen Wasser bereit stellen und vorsichtig beginnen, die Außenschicht der Maske dünn mit Pappmaschee zu überziehen. Je feiner das Pappmaschee ist umso ebener und glatter ist das Endprodukt. Die Finger immer wieder mit Wasser benetzen und über die Maske streichen um eine schöne, nahtlose Oberfläche zu erhalten. Wenn alles gut und einheitlich überzogen ist wieder trocknen lassen. Je nach Feuchtigkeitsgehalt des Pappmaschees kann das bis zu 2 Tage dauern.

Schritt 4: das Modellieren mit Pappmaschee
Wenn die Maske getrocknet ist, kann man sich überlegen, wie die Fratze denn nun aussehen soll. Das WWW bietet diesbezüglich zum Glück einen Haufen Vorlagen welche sich nach belieben kombinieren und selbst gestalten lassen. Auch ich habe mir eine solche Ideenquelle gesucht und in mehreren Stunden Handarbeit, der Maske eine plastische Optik verpasst. Hierbei kann ich nur folgende Tipps geben:
1. Geduld ist eine Tugend. Es zahlt sich aus, die Gesichtspartien nach und nach zu modellieren und immer wieder trocknen zu lassen bevor man mit einer anderen weiter macht. Nichts ist ärgerlicher als stundenlange arbeit in einem unaufmerksamen Augenblick zunichte zu machen weil man gerade auf etwas anderes konzentriert war als auf die bereits bestehende Wangen-Partie.
2. Legt euch ein Modellierwerkzeug zu. das bekommt man in jedem Bastelladen um wenig Geld und erspart sehr viel Ärger und Gefluche
3. warmes Wasser ist bei der Arbeit mit Pappmaschee euer bester Freund.

Wenn man mit dem Endergebnis fertig ist, wieder zum trocknen zur Seite legen. Da manche Partien diesmal eine dickere Schicht haben werden kann dies mehrere Tage dauern.

Schritt 5: die Bemalung
Nun steht der kreativen Farbgestaltung nichts mehr im Wege. Ich habe die Maske zunächst mit rotem Sprühlack aus dem Baumarkt grundiert. Lacke sind deswegen so gut geeignet und absolut zu empfehlen, weil sie das Pappmaschee versiegeln und so die Maske vor Feuchtigkeit und Nässe schützen. Nun noch mit passenden Farben, zumeist Inks. Das sind sehr flüssige, Farben, die sehr an Tusche oder Tinte erinnern und in verschiedenen Farbtönen erhältlich sind, z. B. Citadel. Durch ihre Beschaffenheit akzentuieren sie besonders Falten oder Partien sehr gut die vertieft wirken sollen und geben eine natürliche Optik.
Aber wie schon gesagt, der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Und nun das Ganze auch in bildlicher Darstellung:







Samstag, 10. August 2013

Im Asia - Fieber und - Stress

Jaja....ich nähe immer noch, wobei mir die Technik zeitweise gerne einen Strich durch die Rechnung macht. Ich und meine Nähmaschine sind ein ganz eigenes Gespann. An manchen Tagen mag sie mich, an anderen boykottiert sie, wo sie nur kann. Sie hat brav mitgemacht als es um das fantasyinspirierte Asia Outfit ging. Zumindest großteils, denn natürlich hat sie mir beim letzten Teil die kalte Schulter gezeigt. Ich könnte auszucken! Offenbar hat sich beim Verräumen der Maschine eine Einstellung verdreht und seit dem zickt sie rum, wo sie nur kann. Die Folge: hässliche, unansehnliche Nähte und ständig reißt der Unterfaden. Da ich aber ein hübsches Outfit haben möchte, habe ich beschlossen den Obi, so nennt man den Gürtelteil eines Kimonos, auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen, und mich mit anderen Nähprojekten zu befassen, bei denen die Optik der Nähte nicht so einwandfrei sein muss, und dabei mit der Einstellung herumzuspielen, bis sie wieder passt. Status: etwas besser, aber noch lange nicht das was ich mir erwarte :/
Naja, wie dem auch sei, es hat sich wieder einiges getan.

Wir haben gestern, in einem Gartencenter, Bambusrohre, Solarwasserpumpe, Untertopf und Topfeinlage für den "Shishi Odoshi" gekauft. Am Abend haben wir festgestellt, dass sich Bambus verdammt schwer mit einer kleinen Handsäge bearbeiten lässt, weswegen wir den Bau auf Morgen verschoben haben. Mein, handwerklich äußerst begabter, Schwager wird uns dabei unterstützend zur Seite stehen und mein Opa stellt seine Werkstatt mitsamt Gerätschaften zur Verfügung. Ich werde natürlich jeden Bauschritt penibel mit meiner Kamera dokumentieren und euch die Bauanleitung online stellen.

Ich habe die zwei Banner fürs Lager begonnen und an der Einstellung meiner Nähmaschine rumgedreht, aber als mir dann der Unterfaden ausgegangen ist hat mich die Motivation verlassen und nun kugeln sie halbfertig neben mir herum, aber ich muss die heute fertig machen, damit sie bemalt werden können.

Ich habe mich geweigert als chinesisch inspirierter Charakter am Boden zu sitzen. Japaner hocken am Boden, Chinesen haben die Bequemlichkeit erfunden! ^^ Aber, chinesische Stühle sind zum Einen ziemlich teuer und zum Anderen echt sperrig und somit fast unmöglich zu transportieren. Eine Alternativlösung musste also her.
Mein Opa hat, seit Ewigkeiten, einen Klappstuhl in seiner Werkstatt stehen, der mir letztens ins Auge gestochen ist weil er alle Anforderungen erfüllt: Er ist breit, nicht zu hoch, hat eine niedrige Rückenlehne und natürlich Armlehnen. Nachteil: er ist ein uralter, weißer Klappstuhl der auf den ersten Blick ganz und gar nicht herrschaftlich, asiatisch wirkt, doch Dank einiger Fetzen schwarzen Reststoff, einem zusammengeschusterten Schnittmuster, meiner Overlock ( weil mit der anderen Nähmaschine wollte ich mich heute nicht herumärgern) und einem rot-schwarzen Sitzpolster aus der Ausverkaufsabteilung des Gartencenters ist das entstanden:

Wie aus einem einfachen, alten Klappstuhl ein ansehnlicher Herrschaftsstuhl wird ;)

Mittwoch, 7. August 2013

"Der Feuermagierin neue Kleider"- oder auch: ein Kimono entsteht- Rock

Ja, ich war heute sehr fleißig und habe genäht wie ein emsiges Bienchen. Was ist heute geschehen? :

Ich habe dem Oberteil, mit viel Gefluche, die Borte aus dem Asiastoff angenäht, sowie die Kontrastborte angebracht.  Asiastoff....wirklich furchtbar zum Nähen und das, obwohl ich eine Overlock mein Eigen nennen kann. Dass er in alle Richtungen fröhlich ausfranst kann damit zumindest recht simpel behoben werden, aber der Dreck den der hinterlässt! Unglaublich! Abgesehen davon, ist er so verdammt rutschig, dass er, trotz wirklich unsagbar viel Stecknadelgebrauch, er ständig verrutscht und selbst, wenn alles perfekt aussieht, er beim Zusammen- oder Annähen, ganz sicher irgendwo eine Falte reinwirft. Ich hab dann einfach beschlossen, dass das für ein Reiseoutfit mehr als ausreichend ist, ansonsten würde ich jetzt noch daran sitzen und maulen. Das Oberteil ist damit also fertig. Was für ein Glück!


Der Rock ist auch eher von der "zusammengeschusterten" Art. Schnittmuster dafür gibt es nicht wirklich, da er eher entstanden ist, als dass er mit Plan genäht wurde.
Ich wollte einfach das Thema "Asien" auch in der Optik des Rockes wiederspiegeln und dachte an Kleidungstücke wie einen Hakama, nur eben nicht als Hose, sondern als Rock. Dabei fiel mir ein, dass ich vor einiger Zeit, in einem der vielen Final Fantasy Spiele, einen Charakter mit einem Rock gesehen habe, der sich anbieten würde:


Nun, denn, es soll als ein Rock zum Wickeln in Hakama-Optik werden....was das im Klartext bedeutet? : Falte legen, feststecken, abnähen, Falte legen, feststecken, abnähen......Und weil mir das für komplett rundherum zu viel Arbeit gewesen ist, habe ich mich bei den Falten lediglich auf den Vorderteil beschränkt.
Ich will versuchen, die Nähanleitung zu beschreiben, denn eigentlich besteht der Rock aus simplen 5 Teilen wovon 2 immer ident sind : 2 gerade Bahnen ( jeweils 1/4 des Köperumfang) von der Taille bis zu den Knöcheln hinunter, 2 Keile, Größe ist dabei egal, hängt davon ab, wie ausladend der Rock werden soll, und ein großes Rechteck als Mittelstück, welches in 2 Richtungen in Falten gelegt wird, diese müsst ihr abnähen, sodass sie sich in der Mitte treffen. Also nach Innen laufend. ( Ich will versuche die Tage eine Art Schnittmuster zu zeichnen)Abschließend noch ein dickeres Satinband annähen und fertig ist der zusammengeschusterte, asiatisch inspirierte Wickelrock.  Und so sieht schließlich das Endergebnis aus:


 
und so sieht der Rock getragen aus:



Vorder- und Rückenansicht

 

Dienstag, 23. Juli 2013

"Der Feuermagierin neue Kleider" - oder auch: ein Kimono entsteht - Oberteil

Wie schon angekündigt, möchte ich mir für einen meiner Larp- Charaktere ein neues Outfit nähen. Eine Art Kimono-Oberteil, zusammengehalten von einem Obi-ähnlichen Gürtel, und darunter ein weich fallender Rock. Natürlich ist dieser Schnitt alles andere als historisch korrekt und wenn, dann wohl am ehesten in chinesischen Gefilden anzusiedeln.

Zur Erinnerung: DAS ist die Vorlage

Ich fand die Kombination jedenfalls ziemlich schick und habe mich im WWW auf die Suche nach einem Kimonoschnitt gemacht und bin, auf einer meiner Lieblingsseiten für Schnittmuster, über diese Nähanleitung gestolpert.
Bald hatte ich auch schon die passenden Stoffe dafür beisammen:


3m wassertürkiser Baumwollstoff für den Rock, 3m Asiasatin, 2m weißer, weich fallender Stoff für das Oberteil, Satinborte (2cm breit)

Nachdem ich allerdings keinen langen Kimono haben möchte, hieß es den Schnitt zu adaptieren und anzupassen:


Ich habe mich im Großen und Ganzen an die Nähanleitung auf der HP gehalten und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Eine etwas heikle Angelegenheit ist allerdings das Zuschneiden und Annähen des "Asia-Stoffes" Ich habe insgesamt 3m Satinstoff mit Asia-Muster verwendet. Zuerst muss man allerdings den Gürtelteil ausschneiden. Der restliche Stoff wird nun in ca. 16 cm breite Bahnen heruntergeschnitten. Anschließend wird jede Bahn, der Länge nach, in der Mitte zusammengelegt und zusammengenäht, sodass man letztendlich Bahnen mit 8 cm Breite hat. Nun werden die Kanten noch schön glatt gebügelt. Und nun zum nervigsten Teil an dem Ganzen: Die Bahnen müssen rund um die Ärmel, sowie um den kompletten Oberteil, als Abschluss angesteckt und angenäht werden. Ich habe diesen Abschluss als zusätzliche Verlängerung zu den Ärmeln genommen und ihn, ca. 1 cm hinter die Naht gesetzt. Beim Anstecken der Rundum-Bahnen habe ich dann leider einen Fehler gemacht, da ich gerad am Kragen anstückeln müsste, was ich persönlich als nicht wirklich hübsch empfinde. Die Motivation war damit, zumindest für heute, dahin. Dennoch, habe ich euch ein Foto gemacht auf dem man wohl schon recht gut erkennen kann, wie es aussehen wird :)