Montag, 2. Dezember 2013

Oh happy day.....oder auch: 2ter Dezember :)

Ich kann euch gar nicht sagen, wie glücklich ich bin. Und heute noch mehr als sonst. Woran das liegt? Daran, dass wir nach 5(!) Jahren Wartezeit endlich die Benachrichtigung bekommen haben, dass wir in unser Traumhaus umziehen können. Hinaus aus 45 qm hinein in unendliche Weiten! Gut zugegeben, unendliche Weiten sind es keine aber um ein ganzes Stückchen mehr als jetzt. Ein Weihnachtswunder möchte man fast sagen.

Und deswegen möchte ich euch zur Feier des Tages, mein persönliches Festtagsrezept für den perfekten Truthahn verraten. Er ist saftig, zart, und die Fülle ist immer ein besonderes Highlight.

Zutaten:
1 küchenfertiger Truthahn ( Größe je nach Personenanzahl)
Butter
Brathuhn Gewürz
1 Suppenwürfel
Zwiebel
Knoblauch
Apfel
Salz
Wasser zum Aufgießen
Honig
Cognac oder anderer Weinbrand

für die Fülle:

Semmelwürfel
2 säuerliche Äpfel
1 Pkg getrocknete Cranberries
2 Pkg küchenfertige Maroni
2 Zwiebel
Petersilie fein gehackt
Thymian fein gehackt
2 Eier
Muskatnuss
Salz, Pfeffer
etwas Wasser
etwas Öl

Zubereitung:
Einige Fakten: Als Faustregel gilt bei Braten immer: eine Stunde pro Kg. Mein Truthahn gestern hatte 2,5kg ( eher was Kleines ^^). Da ein Truthahn, wenn man ihn zu heiß brät allerdings sehr schnell eine ziemlich trockene Angelegenheit wird empfiehlt es sich ihm einfach mehr Zeit zu geben.
deswegen schlage ich insgesamt nochmal eine viertel Stunde pro zusätzlichem Kilo auf.

Backofen auf 160°C (Ober-und Unterhitze) vorheizen.

Für die Fülle die Semmelwürfel in eine große Schüssel geben und mit etwas Wasser durchrühren dass sie etwas feucht sind, aber nicht triefend nass. Eventuell ein paar Semmelwürfel zurück behalten falls die Konsistenz nachher nicht stimmen sollte.
Zwiebel schälen, fein hacken und in etwas Öl anrösten. Äpfel schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Petersilie und Thymian fein hacken. Cranberries und Maroni zerkleinern.
Alles zu den Semmelwürfel hinzufügen, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und gut durchmischen. Eier in einer kleinen Schüssel aufschlagen, verquirlen und unter gut unter die Füllung mischen. Falls die Masse nun zu weich sein sollte die restlichen Semmelwürfel dazugeben und nochmal durchrühren.

Den  Truthahn innen salzen und pfeffern. Vorsichtig die Haut auf der Brustseite vom Fleisch abheben und Butterflocken unterschieben und gut verteilen. Den Vogel außen gut salzen und mit Brathuhn Gewürz einreiben. Butterflocken in den Bauch hinein und mit Fülle ausstopfen. Es ist nicht schlimm, wenn nicht alles hinein geht, ich lege die Restmasse dann immer als Laib in eine selbstgeformte "Schüssel" aus Alufolie und brate sie einfach normal wird. Die Beine des Vogels mit Bindfaden zusammenbinden und in eine große Auflaufform legen. Alufolienschüssel mit Restfülle daneben. Eine halbierte Zwiebel, 2-3 ungeschälte Knoblauchzehen, zerbröselten Suppenwürfel, Apfelspalten, Salz, sowie Wasser in die Form geben und alles ins Rohr schieben. Alle halben Stunden mit dem entstehenden Saft übergießen.
Gegen Bratende ( ca. 1 stunde vor dem Servieren, Temperatur auf 200°C erhöhen, Cognac mit etwas Honig verrühren und den Truthahn im Viertelstunden Takt bestreichen, bzw. übergießen
Truthahn aus dem Rohr nehmen ( wer sich unsicher ist, ob er innen fertig ist, sollte sich ein Fleischthermometer zulegen)  und 5 Minuten ruhen lassen. Anschließend die Beilagen zu Tisch bringen, Saft in eine Sauciere füllen und von jemanden der es kann, den Vogel fachgerecht tranchieren lassen. Bei uns macht das immer Mr. KitchenTinker. :)



Und passend zu meiner heutigen Tagesverfassung habe ich ein Lied für euch ausgesucht, das mir aus der Seele spricht und auf diesem Weg möchte ich mich auch bei allen unseren Freunden bedanken die uns all die Jahre mit motivierenden Worten unterstützt haben durchzuhalten und sich nun mit uns gemeinsam über das Häuschen freuen. Danke! Ich habe euch alle furchtbar lieb! <3



Sonntag, 1. Dezember 2013

Advent, Advent.....

Heute ist der erste Advent. Ich mag die Adventszeit und habe deswegen gestern, gemeinsam mit Mr. KitchenTinker die Wohnung weihnachtlich dekoriert, den Adventkranz gesteckt und den Adventkalender für unsere kleine Maus gebastelt.
Dafür habe ich mir heuer etwas ganz besonderes überlegt: 24 "Kästchen" gefüllt mit gut duftenden Saubermachern, da mein Töchterchen eine richtige Nixe ist und Baden über alles liebt.
Deswegen sind wir gestern auch noch in den diversen Drogerien eingefallen und haben uns mit allen möglichen, lustigen Badezusätzen für Kinder eingedeckt.
Dabei waren :

-Knisterbäder
-Farbbäder
-bunter Malschaum
-Sprudelmuscheln mit Überraschungsfiguren
-Knetseifen
-Duftbäder ...uvm.
und als besonderes Highlight für den 24ten: ein Disney Prinzessinnen Schaumbad mit Glitzer.
Natürlich haben sich auch einige Schokoladeüberraschungen darunter versteckt.

Ich liebe Schneeflocken und genau deswegen habe ich mich auch für einen Schneeflocken-Adventkalender entschieden. Dafür habe ich 24 Klopapierrollen in weiß, blau und Türkis bemalt. Genau genommen waren es 6 blaue, 6 türkise und 12 weiße Rollen. Dementsprechend habe ich Krepppapier in den passenden Farben besorgt.
Auf einem großen Karton habe ich schließlich die gewünschte Form aufgezeichnet, ausgeschnitten und weiß bemalt. Mit Heißkleber habe ich das Krepppapier an der einen Seite der Rollen befestigt um sie letztendlich zu verschließen und die andere Seite am Schneeflockenboden geklebt. Schließlich nur noch füllen und mit Silberfaden zubinden und weil ich noch einen Schneespray zu Hause gefunden habe, wurde die Schneeflocke auch noch "angezuckert". Ich hoffe dass der Kalender das Kinderherz höher schlagen lässt und freue mich schon auf strahlende Augen.


Und da ich Adventkalender wirklich gerne mag, dachte ich, ich werde euch auch hier am Blog den Countdown von 24 Tagen runterzählen ;) und heute habe ich ein Lied zur Einstimmung für euch.
Sleigh Ride von Relient K. Enjoy it ^^

Donnerstag, 28. November 2013

Butter Scotch - und Schokolade Karamellen

Lange habe ich nichts von mir hören lassen, aber jetzt, wo die Weihnachts-Back-Saison beginnt, habe ich mir vorgenommen euch nicht so sträflich zu vernachlässigen ^^
Heute möchte ich euch ein Rezept für Karamellen vorstellen.
Sie sind weich, süß, zergehen auf der Zunge und füllen das Herz mit Kindheitserinnerungen. Schlichtweg: Karamellen machen glücklich!
Und noch dazu sind sie wirklich einfach herzustellen und lassen der Kreativität für Aromatisierungen freien Lauf.
Ich habe mich für Butter-Scotch und Schokolade Karamellen entschieden.

Folgendes wird benötigt:

125 g Butter
200 ml Kondensmilch
450 g Zucker
1 TL Vanille Aroma
50 g Zartbitterschokolade
40 g Rosinen oder andere Trockenfrüchte
40 g gehakte und geröstete Haselnüsse oder andere Nüsse
2 cl Butter Scotch (Likör)
50 ml Wasser

Zubereitung:

Butter, Kondensmilch, Zucker, Vanillearoma und Wasser in einem großen Topf mit dickem Boden bei niedriger Hitze erwärmen. Die ganze Zeit rühren, bis die Butter geschmolzen und der Zucker sich aufgelöst hat.
Die Hitze erhöhen und die Mischung leicht zum Kochen bringen. Für ungefähr 10 Minuten köcheln lassen und dabei ständig rühren.
Um zu testen, ob die Masse fertig ist, einen halben Teelöffel Karamell in eine Tasse mit kaltem Wasser geben. Wenn es sich zu einer weichen Kugel formen lässt, ist es fertig. ACHTUNG: Karamell ist wirklich heiß! Bitte unbedingt der Versuchung wiederstehen den Kochlöffel abschlecken zu wollen!
Den Topf vom Herd nehmen und Nüsse sowie Trockenfruchtstücke untermischen und zügig auf 2 Schüsseln aufteilen. In die eine Masse die Schokolade einrühren, in die andere den Butter Scotch Likör.
Beide Massen auf 2 quadratische, eingefettete Formen ( ich nehme eckige Teller) streichen. Oberfläche mit einem Messer oder dem Gummischaber glätten und auskühlen lassen.
Anschließend Karamellen auf ein Brett stürzen, in Stücke schneiden und in Dosen verpacken oder gleich genießen.

Viel Spaß und gutes Gelingen beim Nachkochen :)

Oben: Butter Scotch Karamellen, Unten: Schokolade Karamellen


Donnerstag, 10. Oktober 2013

Zwetschgenkuchen

Heute möchte ich euch ein Rezept vorstellen, welches mich sehr an meine Kindheit erinnert, weil es schlichtweg von meiner Oma stammt :)
Egal wie oft ich dieses einfache Obstkuchenprinzip nun schon gemacht habe, und egal womit ich herumgespielt habe. Es hat IMMER funktioniert.

Die Zutatenliste ist überschaubar:

250g Staubzucke
200g zimmerwarme Butter + etwas mehr für die Form
5 Eier
1Pkg Vanillezucker
260g Mehl
1/2 Pkg Backpulver
Zwetschgen/ Pflaumen (oder anderes Obst...dem Belag sind keine Grenzen gesetzt)
etwas Brösel ( Paniermehl) für die Form

Backrohr auf 180°C vorheizen.
Butter und Zucker  und Vanillezucker mit der Küchenmaschine oder mit dem Handmixgerät schaumig rühren. Nach und nach die Eier dazugeben. Butter in Flocken in die Masse einrühren und letztendlich das Mehl sowie Backpulver dazu. Alles so lange verrühren bis eine schöne, glatte, homogene Masse entstanden ist.
Eine Auflaufform oder ähnliches gut mit Butter ausstreichen und mit Brösel auskleiden, damit der Kuchen nicht darin sitzen bleibt.
Nun die Teigmasse einfüllen und glatt streichen, mit halbierten Zwetschgen ( oder was einem gerade Spaß macht) belegen. Nun kann der Kuchen für ca. 1 Stunde, auf mittlerer Schiene in den Ofen.
Warm, mit Puderzucker bestreut, schmeckt er am Besten finde ich ;)



Die Variationsmöglichkeiten sind schier endlos. Ich habe auch schon geschmolzene Schokolade, Nüsse oder Kokosflocken in den Teig gerührt. Besonders gut ist auch die Variation mit Schokolade im Teig und Weicheseln ( fertiges Kompott ohne Flüssigkeit) oben drüber. Aber experimentiert selbst ein wenig rum. Ich würde mich freuen wenn ihr mir eure Kreationen präsentiert. :)

Freitag, 27. September 2013

sparkling, shimmering and shine...Lippenpflege mit Twilight Effekt

Vor einiger Zeit saß ich wieder mal gemütlich bei Miss Xoxolat und wir frönten unserer Leidenschaft zu gutem Kaffee und Selbstgebackenem, als es an der Türe läutete. Etwas überrascht, da sie eigentlich nichts bestellt hatte, nahm sie ein Riesenpaket, welches an sie adressiert war, entgegen.
Neugierig wie wir nun einmal sind wurde es auch sofort ausgepackt und wir staunten nicht schlecht, als eine überdimensional große Labellopackung der Fa. Beiersdorf zum Vorschein kam. Ob da auch ein Lippenpflegestift in dementsprechender Größe darin ist?.... Nein, natürlich nicht, aber summa sumarum betrachtet vielleicht schon ^^
20 verschiedene Labellosorten jeweils in einem 10er Blister kamen zum Vorschein.


Völlig fasziniert haben wir uns minutenlang durch das Sortiment gewühlt. Ich wusste wirklich nicht, dass es so viele Labellos mit Farb- und Glitzereffekten gibt, doch mal ehrlich: Gibt es da ernsthaft einen Unterschied? Immerhin sind sie alle rosa. Um dieser Frage auf den Grund gehen zu können schob mir Miss Xoxolat schließlich Lippenpflegestifte mit Effekt entgegen und schon war die Idee geboren das Sortiment auf 2 verschiedenen Blogs zu testen. Danke, nochmal dafür :)
Folgende Labellos befinden sich also schließlich in meiner Testreihe und das versprechen sie:
  • fruity shine strawberry - fruchtiger Strawberry-Duft und unwiderstehlicher Schimmer
  • fruity shine cherry - fruchtiger Cherry-Duft und unwiderstehlicher Schimmer
  • fruity shine pink guave - exotischer Pink Guave-Duft und unwiderstehlicher Schimmer
  • pearly shine - perliger Glanz &seidig weiche Lippen
  • Vitamin shake - Acai & wilder Apfel, verbindet reichhaltige Pflege mit einem Hauch Farbe
  • Vitamin shake - Cranberry & Himbeere, verbindet reichhaltige Pflege mit einem Hauch Farbe
  • Baume Gourmand Lip Butter - Himbeere rosé
  • Hydro Care - langanhaltende, intensive Feuchtigkeitspflege
  • Classic Care - langanhaltende Pflege und Schutz vor dem Austrocknen
  • Sun Protect - sofortiger Sonnenschutz & langanhaltende feuchtigkeitspflege ohne weiße Rückstände ( LSF 30, wasserfest)
Die letzten 3 Produkte sind meines Erachtens nach relativ Ident. Auf so kurze Testzeit gesehen kann ich darüber auch nicht wirklich ein objektives Resultat abgeben. Sie sind alle 3 weiß und lassen sich ident auftragen, ob der eine nun mehr Feuchtigkeit spendet oder der andere einen höheren LSF besitzt kann ich daher nicht beantworten.
Doch nun zu den Lippenpflegestiften mit Effekt, sei es Glitzer, Farbe oder gar beides. Wo genau liegt denn nun der Unterschied?
In erster Line am Geruch und an der Farbe des Stiftes an sich.
Fruity Shine Cherry riecht mir persönlich eindeutig zu künstlich und intensiv. Der Stift hat ein sattes Rot welches sich beim Auftragen auf die Lippen allerdings in ein zartes rosé verwandelt. Die anderen beiden Fruity Shine Stifte zeichnen sich farblich, zumindest nach dem Auftragen, auch nicht wesentlich anders aus. In den Geruch von Strawberry habe ich mich sofort verschossen, Guave hingegen steht im starken Kontrast zu den ziemlich süßen Duftnoten der beiden anderen. Es riecht frisch und erinnert ein wenig an Gurke. Alle Fruity Shine Stifte haben leichte Schimmer Pigmente welche den Lippen einen etwas eleganteren Touch geben als der Glanz den ein Fettstift nun mal hinterlässt.
Die beiden Vitaminshake Stifte sind, zugegebener Maßen raffiniert in der Optik. Dreht man sie komplett heraus, sieht es tatsächlich beinahe so aus als hätte man einen Obstschake gerade durch den Mixer gejagt und es hat sich noch nicht alles gänzlich mit einander verbunden. Ich find es sehr ansprechend weil es anders ist als diese langweiligen, einfarbigen Fettstifte, der Effekt bleibt allerdings der Selbe. Kaum Farbunterschied beim Auftragen.
Der Pearly shine ist schon länger im Sortiment, denn den kenn ich noch aus meiner Teenie Zeit als ich mit Make Up noch nicht sonderlich viel am Hut hatte, aber glänzende Lippen haben wollte. Diese Erwartung wird natürlich erfüllt. Irgendwie kommt bei mir, nach dem Auftragen, ein "Barbie-Feeling" auf. Den vermache ich wohl meinem Töchterchen, ich denke dafür bin ich schlichtweg zu alt :D
Und last but not least: Die Lip Butter Raspberry Rosé: Sie kommt anders als die anderen Labellos im Döschen im etwas gewöhnungsbedürftigen Baby Rosa. Der Duft ist sanft und nicht aufdringlich, auch nicht zu süß. Die Tatsache, dass man ihn allerdings mit den Fingern auftragen muss stört mich ein wenig
Abschließend kann man wohl sagen, dass man sich bei der Wahl des richtigen Labellos nicht all zu sehr von den Unterschiedlichen Farben beeinflussen lassen soll, denn das Endergebnis ist nach dem Auftragen ziemlich ident. Ob mit oder ohne Schimmer stehe dann noch zur Auswahl und dann natürlich noch die persönlichen Präferenzen des Dufts. Ich habe für mich meinen Favourite gewählt und werde zukünftig mit Fruity Shine Strawberry auf meinen Lippen anzutreffen sein ;)




Und wem das alles zu "shiny" ist, findet seinen persönlichen Labello vielleicht auf dem Blog von Miss Xoxolat, welche sich mit der pflegenden Serie für spröde Lippen befasst hat. :)

Montag, 2. September 2013

worlds best Pumpkin Pie

KÜRBIS....ich liebe Kürbis! Es ist in meinen Augen die vielfältigste Gemüsesorte überhaupt, auch wenn er, botanisch gesehen, ja eigentlich eine Riesenbeere ist. Es gibt rein gar nichts, das man aus seinem Fruchtfleisch nicht zaubern könnte. Süßes, wie Pikantes, ja sogar Saures in Form vom Pickles. Und weil ich Kürbis derart gerne mag werde ich euch in nächster Zeit mit genialen Rezepten nur so bombardieren. Aber zunächst möchte ich euch ein ganz klassisches, amerikanisches Rezept für Pumpkin Pie, also Kürbiskuchen, vorstellen. Es ist nach einem Originalrezept und ist wirklich simpel.
  • Mürbeteig (entweder fertig gekauft oder nach Rezept)
  • Mehl für die Arbeitsfläche
  • 500g Kürbisfleisch bevorzugt Butternuss oder Muskat, Alternativ kann man auch fertiges Kürbispüree aus der Dose verwenden.
  • 150g Rohrzucker, wer lieber normalen Zucker nimmt sollte die Menge etwas hinunterschrauben
  • 1TL Zimt
  • 1 Msp. Nelkenpulver
  • 1 Msp. Muskatnuss
  • 2 Eier
  • 200g Frischkäse
  • Prise Salz
Eine Quiche- oder Obstkuchenform ( Durchmesser 24 - 26 cm) mit etwas Butter ausfetten und vorsichtig mit dem ausgerollten Mürbteig auskleiden. Mit einer Gabel den Boden anstechen. Backofen auf 180°C vorheizen.

Kürbisfleisch in 2cm große Würfel schneiden und in einem Topf, mit etwas Wasser, weich dünsten. Kürbisfleisch mit einem Standmixer oder dem Pürier Stab bearbeiten bis ein feines Mus entsteht. Etwas abkühlen lassen. Anschließend die Gewürze und den Frischkäse unterrühren, Die Eier ganz zum Schluss unterrühren.

Nun die Kürbismasse auf den Kuchenboden verteilen und das Ganze für 60 Minuten, auf mittlerer Schiene, backen. Kuchen aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten stehen lassen. Vorsichtig aus der Form nehmen und abkühlen lassen. Kuchenrand mit Staubzucker bestäuben und mit Schlagobers servieren.


Freitag, 30. August 2013

superflaumige Buchteln

Vor einigen Wochen ist eine Freundin an mich heran getreten, mit der Frage ob es denn Möglich wäre, für ihre Hochzeit Buchteln zu backen. Seit ich eine KitchenAid mein Eigen nennen darf, haben sämtliche Horrorteige ihre Schrecken verloren. So auch der Germteig. Mittlerweile, ist er sogar einer meiner liebsten Teige überhaupt und Striezel backe ich, dank MissXoxolat´s Rezept, ohnehin nur noch selber weil mir das gekaufte Zeug einfach nicht schmeckt.
So, nun aber zurück zu den Buchteln.
Natürlich möchte ich, dass bei der Hochzeit meiner Freundin sehr gute Buchteln stehen und daher habe ich die letzte Woche damit verbracht, Rezepte auszuprobieren und zu optimieren. Heute sind sie mir richtig gut gelungen. Sie haben sich wunderbar verarbeiten lassen, sind wirklich schön aufgegangen und vorallem sind sie superflaumig geworden. Das soll also das Rezept werden nach dem ich nächsten Freitag an die 70 Stück dieser leckeren Bäckerei produzieren werde:

Zutaten:
  • 500 g Mehl
  • 250 ml Milch ( aufgeteilt in 50ml und 200ml)
  • 1 Germwürfel (Hefewürfel)
  • 30 g Zucker
  • 1 Pkg. Vanillinzucker oder 1TL Vanilleextrakt
  • abgeriebene Schale einer Zitrone ( bitte nur Biozitronen dafür verwenden)
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 150 g weiche Butter ( aufgeteilt in 120 g und 30 g)
  • 1 Glas (250 g) Marmelade, Konfitüre oder Powidl ( Pflaumenmus)
Aus dieser Menge bekommt man entweder 24 Stück. kleinere -  oder 12 Stück. große Buchteln heraus.

Zubereitung:

Vorteig: Mehl in eine große Schüssel geben, in der Mitte eine Mulde formen, wie bei einem Vulkan. In diese Mulde wird der Germwürfel sowie 1 TL Zucker hineingebröselt und mit 50 ml lauwarmer Milch übergossen. Mit etwas Mehl vom Rand die Mulde wieder bedecken und zugedeckt, ca. 10 Minuten, an einem warmen Ort gehen lassen.

In der Zwischenzeit, in einer anderen Schüssel, die restliche Milch mit dem restlichen Zucker, Vanillinzucker, Zitronenabrieb, Salz und Eiern gut verrühren.
Diese Masse wird nun mit Hilfe einer Küchenmaschine oder dem Handmixer ( Knethacken verwenden!) mit dem Vorteig vermengt. 120 g weiche Butter dazu und alles gut verkneten bis ein elastischer Teig entsteht. Mit eine feuchten Tuch abdecken und ca. 40 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Rohr auf 180°C (Ober-und Unterhitze) vorheizen.

Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben. Auflaufform mit Butter auspinseln Den Teig aus der Schüssel holen und nochmal gut durchkneten. Eine Rolle daraus formen und, je nach Größenwunsch, in 12 - 24 gleich große Stücke schneiden.
Jedes Stück flach drücken und in der Mitte je 1/2 - 1 TL Fülle ( Marmelade, Powidl oder Konfitüre) geben. Teig über der Fülle gut zusammendrücken und zu Bällchen formen und in die Auflaufform setzen. Immer etwas Platz zwischen den Bällchen lassen, da sie noch aufgehen werden. Wenn alle Bällchen gefüllt, geformt und ihren Platz in der Auflaufform gefunden haben, mit der restlichen Butter bestreichen und weiter 15 Minuten ruhen lassen. Anschließend werden sie, auf mittlerer Schiene 35 - 40 Minuten goldbraun backen.
Buchteln aus dem Rohr nehmen, mit Staubzucker bestreuen und am Besten mit warmer Vanillesauce servieren.



Donnerstag, 22. August 2013

Ein japanisches Bambuswasserspiel entsteht....

Wie bereits angekündigt möchte ich euch heute an dem Schaffungsprozess eines japanischen Bambuswasserspiels, auch "Shishi Odoshi" genannt,  teilhaben lassen. Ich hatte bei dem Bau nicht wirklich einen Plan, aber eine Idee. Zunächst habe ich mich im YouTube ein wenig über diverse Tutorials schlau gemacht und dann eine Einkaufsliste geschrieben.
Benötigt wird:
  • 2 Bambusrohre in 2 verschiedenen Stärken
  • eine Zimmerbrunnenpumpe ( in unserem Fall Solarbetrieben)
  • ein Schlauch der mit der Pumpe kompatibel ist
  • Sanitärsilikon
  • ein Metallstift, wir haben dafür einen alten Metallkleiderhaken zerschnitten, ca. 30 cm lang.
  • ein großes Gefäß, wir haben einen Blumentopf mit ca. 40cm Durchmesser genommen. darauf achten, dass es hoch genug ist, dass einerseits die Pumpe, sowie ein "Deckel" darauf passt.
  • Eine Bodenplatte, wir haben einen Blumentopf - Untersetzer verwendet der 36cm Durchmesser hatte, aber eine Holzplatte wäre im nachhinein gesehen besser gewesen, weil sie stabiler ist.
  • Und zu guter Letzt: Flusskiesel, entweder man kauft sie oder man glaubt sie irgendwo auf.
Kostenpunkt waren bei geschätzten 50€.

So und nun zur Bauanleitung:
Man benötigt insgesamt 5 Bambusstücke. 1 längeres, ca. 60cm, vom dickeren Bambusrohr, 2 mittellange, ca. 35cm vom dünneren, sowie 2 kürzere, ca. 20 cm, ebenfalls vom dünneren, bei den kürzeren Stücken ist allerdings darauf zu achten, dass sie richtig abgeschnitten werden, denn diese diesen zum Ausguss, bzw. zum Auffangen des Wassers. Bei dem Teil, welches wippen soll, muss man bedenken, dass es vorne genügen Spielraum hat, um Wasser aufzunehmen, und hinten schwer genug ist, um nach dem Entleeren wieder zurück zu schlagen.

Am Besten lässt sich Bambus mit einer Stichsäge scheiden und bearbeiten.

Zunächst habe ich alle Löcher im Blumentopf mit Sanitärsilikon verschlossen. Das Gefäß soll ja schließlich als Wasserbehälter dienen.
Das große Bambusrohr wird nun an beiden Seiten so ausgeschnitten, dass es auf der einen Seite auf die Pumpe aufgesetzt werden kann und auf der anderen das Ausgussrohr darauf passt. Nun muss man nur noch mit einem langen Bohrer die Zwischenwände durchbohren, damit der Schlauch der Pumpe durchpasst.
Bei den zwei mittleren Stangen wird lediglich, auf selber Höhe, ein etwas größeres Loch gebohrt durch das der Metallstift gut durchpasst und sich locker darin bewegen kann. das ist deswegen wichtig, weil der Bambus, sobald er mit Wasser in Berührung kommt etwas aufquillt und das Wasserspiel ja reibungslos laufen soll.
Das zukünftige Ausgussrohr wird an einem Ende schräg abgesägt, damit eine Art Schnabel entsteht und schließlich ein Loch in der dicke des Schlauches bohren. Den selben Schnabelschnitt macht man beim Auffangrohr und zusätzlich werden hier ebenfalls Löcher quer durchgebohrt damit der Metallstift locker hindurchpasst.
Nun werden die Einzelteile so auf der Bodenplatte des Brunnens platziert dass sie schon ihre endgültige Position haben. Dabei gilt vor Allem Genauigkeit, denn wenn man hier schlampig arbeitet wird der Brunnen nicht funktionieren. Das bedeutet also, man muss sehr genau darauf achten, dass die Abstände stimmen, damit das Wasser aus dem Ausgussrohr auch wirklich ins Auffangrohr läuft. Diese Positionen markiert man schließlich auf der Bodenplatte und schneidet sie aus, sodass man die Rohre gut hindurchstecken kann. Des Weiteren werden größere Löcher willkürlich in der Mitte der Bodenplatte eingeschnitten, damit das Wasser wieder gut nach unten hin ablaufen kann.
So, und nun geht es auch schon ans Zusammenbauen.
Schale ausreichend mit Wasser befüllen, Pumpe einsetzen und Schlauch durch die Bodenplatte und das durchgesteckte, dicke Bambusrohr fädeln. Bodenplatte in die Wasserschüssel einsetzen.  Nun das Ausgussrohr aufsetzen und darauf achten, dass der Schlauch hinein reicht.  Nun die "Steherbambusroher" einsetzen und das Auffangrohr mit dem Metallstift einfügen. Da wir als Bodenplatte einen Plastikuntersetzer verwendet haben, wackelt das ziemlich rum, weswegen ich die einzelnen Rohre zusätzlich mit Sanitärsilikon am Plastik etwas stabilisiert habe. Eine stabilere Bodenplatte wäre eindeutig besser gewesen. Vielleicht tausche ich sie gegen eine Holzplatte aus.


Nun noch mit Flusskiesel die Bodenplatte bedecken und hinter das wippende Rohr einen Stein legen, auf den es beim Zurückwippen aufschlage kann um dieses unverwechselbare "Klack- Geräusch" zu machen. Und fertig. Und so sieht das Ganze dann in Einsatz aus:


Der fertige Shishi Odoshi, das klassische japanische Wasserspiel, im Kleinformat

Mittwoch, 14. August 2013

"Der Feuermagierin neue Kleider" - oder auch: ein Kimono entsteht: der Obi

So, endlich ist es vollbracht! Mein fantasyinspirierter Kimono ist endlich fertig und es hat mich unheimlich viel Gefluche gekostet. Aber, das Ergebnis gefällt mir. Auch wenn ich bei dem letzten Teil, dem Obi, wie der Kimonogürtel genannt wird, ziemlich viel herumgepfuscht habe. Und wer ist schuld daran? Naja, zum einen meine zickige Nähmaschine die dann irgendwann beschlossen hatte einfach keine Lust mehr auf gerade Nähte zu haben und zum anderen meine Motivation, nachdem ich stundenlang versucht habe das Problem bei der technischen Gerätschaft zu beheben.
ABER, der Kimono musste ja fertig werden und was macht man als kreative Frau? Man wühlt in den Werk- und Basteluntensilien des Göttergatten herum und fischt letztendlich einen Sprühkleber heraus :P
Im Nachhinein betrachtet, bin ich der Meinung, dass die Idee des Klebens gar nicht so falsch war. Aber zunächst zurück zum Anfang. wie ist der Obi entstanden:
Ich habe mir vom Asiastoff eine ca. 20 cm breite Stoffbahn ausgeschnitten, die lange genug war, dass sie einmal um den Körper reicht. Entweder man verwendet zum Abändeln eine Overlock oder man näht den Stoff gut um, sodass er nicht ausfransen kann.
Nachdem der Obi eine gewisse Stabilität benötigt, muss man einen festen Unterstoff einnähen, z. B. Steifleinen. Ich habe Reste von festem Segelleinen verwendet und ein etwas kleiners und schmäleres Stück ausgeschnitten damit man die Ränder vom Asiastoff schön umklappen kann. Und nun die Erklärung, warum ich denke, dass Kleben gar nicht so falsch ist. Hätte ich die beiden Stoffe lediglich zusammengenäht, hätte der Gürtel schlussendlich hässliche Falten geworfen weil der Ober- und Unterstoff ja nur an den Seiten zusammengenäht werden würde, die geklebte Fläche hingegen fixiert beide Stoffe miteinander, sodass sie wie ein fester Stoff agieren. Ja, klar, müsste man die Ränder zwecks Optik und korrektem Arbeiten noch einmal mit der Nähmaschine abnähen, aber vorerst reicht es so.
Die Enden des Obis habe ich, im Übrigen, spitz zulaufen lassen, indem ich die Ecken zur Mitte hin eingeschlagen habe.
Anschließend habe ich zwei sehr lange, ca. 8 cm breite, Stoffbahnen aus dem Rockstoff geschnitten, mit der Overlock, der Länge nach, zusammengenäht und in Sisyphusarbeit umgestülpt und somit die zwei langen Bänder zum verschnüren bekommen. Diese haben ich dann noch gut an den Spitzen Enden des Obis fixiert und fertig ist er. Und so sieht er dann aus:

Vorder- und Rückseite des fertigen Obi
 Sooooo...und nun das Endergebnis:

Oben: Originalvorlage, Unten: Endergebnis ( ja, die asiatische Wespentaille habe ich leider nicht :P)




Samstag, 10. August 2013

Im Asia - Fieber und - Stress

Jaja....ich nähe immer noch, wobei mir die Technik zeitweise gerne einen Strich durch die Rechnung macht. Ich und meine Nähmaschine sind ein ganz eigenes Gespann. An manchen Tagen mag sie mich, an anderen boykottiert sie, wo sie nur kann. Sie hat brav mitgemacht als es um das fantasyinspirierte Asia Outfit ging. Zumindest großteils, denn natürlich hat sie mir beim letzten Teil die kalte Schulter gezeigt. Ich könnte auszucken! Offenbar hat sich beim Verräumen der Maschine eine Einstellung verdreht und seit dem zickt sie rum, wo sie nur kann. Die Folge: hässliche, unansehnliche Nähte und ständig reißt der Unterfaden. Da ich aber ein hübsches Outfit haben möchte, habe ich beschlossen den Obi, so nennt man den Gürtelteil eines Kimonos, auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen, und mich mit anderen Nähprojekten zu befassen, bei denen die Optik der Nähte nicht so einwandfrei sein muss, und dabei mit der Einstellung herumzuspielen, bis sie wieder passt. Status: etwas besser, aber noch lange nicht das was ich mir erwarte :/
Naja, wie dem auch sei, es hat sich wieder einiges getan.

Wir haben gestern, in einem Gartencenter, Bambusrohre, Solarwasserpumpe, Untertopf und Topfeinlage für den "Shishi Odoshi" gekauft. Am Abend haben wir festgestellt, dass sich Bambus verdammt schwer mit einer kleinen Handsäge bearbeiten lässt, weswegen wir den Bau auf Morgen verschoben haben. Mein, handwerklich äußerst begabter, Schwager wird uns dabei unterstützend zur Seite stehen und mein Opa stellt seine Werkstatt mitsamt Gerätschaften zur Verfügung. Ich werde natürlich jeden Bauschritt penibel mit meiner Kamera dokumentieren und euch die Bauanleitung online stellen.

Ich habe die zwei Banner fürs Lager begonnen und an der Einstellung meiner Nähmaschine rumgedreht, aber als mir dann der Unterfaden ausgegangen ist hat mich die Motivation verlassen und nun kugeln sie halbfertig neben mir herum, aber ich muss die heute fertig machen, damit sie bemalt werden können.

Ich habe mich geweigert als chinesisch inspirierter Charakter am Boden zu sitzen. Japaner hocken am Boden, Chinesen haben die Bequemlichkeit erfunden! ^^ Aber, chinesische Stühle sind zum Einen ziemlich teuer und zum Anderen echt sperrig und somit fast unmöglich zu transportieren. Eine Alternativlösung musste also her.
Mein Opa hat, seit Ewigkeiten, einen Klappstuhl in seiner Werkstatt stehen, der mir letztens ins Auge gestochen ist weil er alle Anforderungen erfüllt: Er ist breit, nicht zu hoch, hat eine niedrige Rückenlehne und natürlich Armlehnen. Nachteil: er ist ein uralter, weißer Klappstuhl der auf den ersten Blick ganz und gar nicht herrschaftlich, asiatisch wirkt, doch Dank einiger Fetzen schwarzen Reststoff, einem zusammengeschusterten Schnittmuster, meiner Overlock ( weil mit der anderen Nähmaschine wollte ich mich heute nicht herumärgern) und einem rot-schwarzen Sitzpolster aus der Ausverkaufsabteilung des Gartencenters ist das entstanden:

Wie aus einem einfachen, alten Klappstuhl ein ansehnlicher Herrschaftsstuhl wird ;)

Mittwoch, 7. August 2013

"Der Feuermagierin neue Kleider"- oder auch: ein Kimono entsteht- Rock

Ja, ich war heute sehr fleißig und habe genäht wie ein emsiges Bienchen. Was ist heute geschehen? :

Ich habe dem Oberteil, mit viel Gefluche, die Borte aus dem Asiastoff angenäht, sowie die Kontrastborte angebracht.  Asiastoff....wirklich furchtbar zum Nähen und das, obwohl ich eine Overlock mein Eigen nennen kann. Dass er in alle Richtungen fröhlich ausfranst kann damit zumindest recht simpel behoben werden, aber der Dreck den der hinterlässt! Unglaublich! Abgesehen davon, ist er so verdammt rutschig, dass er, trotz wirklich unsagbar viel Stecknadelgebrauch, er ständig verrutscht und selbst, wenn alles perfekt aussieht, er beim Zusammen- oder Annähen, ganz sicher irgendwo eine Falte reinwirft. Ich hab dann einfach beschlossen, dass das für ein Reiseoutfit mehr als ausreichend ist, ansonsten würde ich jetzt noch daran sitzen und maulen. Das Oberteil ist damit also fertig. Was für ein Glück!


Der Rock ist auch eher von der "zusammengeschusterten" Art. Schnittmuster dafür gibt es nicht wirklich, da er eher entstanden ist, als dass er mit Plan genäht wurde.
Ich wollte einfach das Thema "Asien" auch in der Optik des Rockes wiederspiegeln und dachte an Kleidungstücke wie einen Hakama, nur eben nicht als Hose, sondern als Rock. Dabei fiel mir ein, dass ich vor einiger Zeit, in einem der vielen Final Fantasy Spiele, einen Charakter mit einem Rock gesehen habe, der sich anbieten würde:


Nun, denn, es soll als ein Rock zum Wickeln in Hakama-Optik werden....was das im Klartext bedeutet? : Falte legen, feststecken, abnähen, Falte legen, feststecken, abnähen......Und weil mir das für komplett rundherum zu viel Arbeit gewesen ist, habe ich mich bei den Falten lediglich auf den Vorderteil beschränkt.
Ich will versuchen, die Nähanleitung zu beschreiben, denn eigentlich besteht der Rock aus simplen 5 Teilen wovon 2 immer ident sind : 2 gerade Bahnen ( jeweils 1/4 des Köperumfang) von der Taille bis zu den Knöcheln hinunter, 2 Keile, Größe ist dabei egal, hängt davon ab, wie ausladend der Rock werden soll, und ein großes Rechteck als Mittelstück, welches in 2 Richtungen in Falten gelegt wird, diese müsst ihr abnähen, sodass sie sich in der Mitte treffen. Also nach Innen laufend. ( Ich will versuche die Tage eine Art Schnittmuster zu zeichnen)Abschließend noch ein dickeres Satinband annähen und fertig ist der zusammengeschusterte, asiatisch inspirierte Wickelrock.  Und so sieht schließlich das Endergebnis aus:


 
und so sieht der Rock getragen aus:



Vorder- und Rückenansicht

 

Sonntag, 4. August 2013

Mordor ist ein Dreck dagegen....

Leute, ich zerfließe! Seit Wochen hält sich die Außentemperatur bei konstanten 35 - 38 °C. Wäre ja an und für sich nicht schlimm, ist ja schließlich Sommer, aber wir bewohnen, derzeit noch, eine kleine Dachgeschosswohnung, die unheimlich gut isoliert ist ( Achtung, Sarkasmus!). Der Umzug ist zwar für Herbst angekündigt, aber das nützt uns in der derzeitigen Situation leider rein gar nichts. Ich habe bewusst kein Thermometer in meiner Wohnung, ich will es gar nicht wissen, aber der passendste Ausspruch für die Indoorgrade ist dieser:

"Ich möchte ja nicht behaupten, dass es in meiner Dachgeschosswohnung heiß ist, aber hier haben gerade 2 Hobbits einen Ring hereingeworfen. "

Und weil dem tatsächlich beinahe so ist, hat mein Hirn und meine Motivation in dieser Woche akut auf Standby geschalten. Was so viel heißt wie: ich habe nicht gemacht. Rein gar nichts! *schäm*
Dabei habe ich doch noch so viel zu tun:
  • Der Rock für den Fantasykimono muss genäht werden.
  • Wir brauchen asiatisch Inspirierte Banner für unser Lager.
  • Im Baumarkt müssen wir noch einfallen um diverses Equipment wie Teichfolie, Solarwasserpumpe, Kieselsteine...etc.. für den Zen Garten zu besorgen.
  • Der "Shishi-Odoshi" muss gebaut werden und zwar auf Solarbasis aus Ermangelung einer Steckdose.
  • Die Tai Chi Choreographie mit Schwert muss einstudiert werden.
Und das Alles, muss bis 15.08. 2013 fertig sein. PANIK! Die Faulheit dieser Woche rächt sich also in Zeitdruck, aber immerhin wird es in der nächsten Woche an Posts nicht mangeln :)

Dienstag, 23. Juli 2013

"Der Feuermagierin neue Kleider" - oder auch: ein Kimono entsteht - Oberteil

Wie schon angekündigt, möchte ich mir für einen meiner Larp- Charaktere ein neues Outfit nähen. Eine Art Kimono-Oberteil, zusammengehalten von einem Obi-ähnlichen Gürtel, und darunter ein weich fallender Rock. Natürlich ist dieser Schnitt alles andere als historisch korrekt und wenn, dann wohl am ehesten in chinesischen Gefilden anzusiedeln.

Zur Erinnerung: DAS ist die Vorlage

Ich fand die Kombination jedenfalls ziemlich schick und habe mich im WWW auf die Suche nach einem Kimonoschnitt gemacht und bin, auf einer meiner Lieblingsseiten für Schnittmuster, über diese Nähanleitung gestolpert.
Bald hatte ich auch schon die passenden Stoffe dafür beisammen:


3m wassertürkiser Baumwollstoff für den Rock, 3m Asiasatin, 2m weißer, weich fallender Stoff für das Oberteil, Satinborte (2cm breit)

Nachdem ich allerdings keinen langen Kimono haben möchte, hieß es den Schnitt zu adaptieren und anzupassen:


Ich habe mich im Großen und Ganzen an die Nähanleitung auf der HP gehalten und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Eine etwas heikle Angelegenheit ist allerdings das Zuschneiden und Annähen des "Asia-Stoffes" Ich habe insgesamt 3m Satinstoff mit Asia-Muster verwendet. Zuerst muss man allerdings den Gürtelteil ausschneiden. Der restliche Stoff wird nun in ca. 16 cm breite Bahnen heruntergeschnitten. Anschließend wird jede Bahn, der Länge nach, in der Mitte zusammengelegt und zusammengenäht, sodass man letztendlich Bahnen mit 8 cm Breite hat. Nun werden die Kanten noch schön glatt gebügelt. Und nun zum nervigsten Teil an dem Ganzen: Die Bahnen müssen rund um die Ärmel, sowie um den kompletten Oberteil, als Abschluss angesteckt und angenäht werden. Ich habe diesen Abschluss als zusätzliche Verlängerung zu den Ärmeln genommen und ihn, ca. 1 cm hinter die Naht gesetzt. Beim Anstecken der Rundum-Bahnen habe ich dann leider einen Fehler gemacht, da ich gerad am Kragen anstückeln müsste, was ich persönlich als nicht wirklich hübsch empfinde. Die Motivation war damit, zumindest für heute, dahin. Dennoch, habe ich euch ein Foto gemacht auf dem man wohl schon recht gut erkennen kann, wie es aussehen wird :)
 
 


Sonntag, 21. Juli 2013

LARP - Sonderbar? Einblicke hinter die Kulissen

Ich habe ja schon das eine oder andere Mal mein etwas außergewöhnlichen Hobby erwähnt.
LARP, also Life Action Role Playing, zur Gänze ausgesprochen. Leider ist es entweder ein ziemlich unbekanntes Hobby oder verrufen, denn die Medien, welche sich ab und an die "Mühe" machen, Berichte über diese Freizeitgestaltung zu produzieren, sind nicht besonders gut darin dieses auch seriös, vorbehaltlos und korrekt darzustellen. Ein Umstand der in der Community ziemlich sauer aufstößt, und man Anfragen für eine Berichterstattung lieber schon im Vorraus einen Korb erteilt da man zumeist schlussendlich als absoluter Sonderling abgestempelt wird, mit einer großen Persönlichkeitsstörung oder gar Realitätsverlust. Dabei ist es ein wirklich spannendes, voll Kreativität strotzendes Hobby, und es wäre wirklich schön es bekannter zu machen.
Ich möchte ehrlich sein, auch ich war vor 7 Jahren vorurtreilsbelastet. Aber nachdem ich jemand bin, der der Meinung ist, dass ein Urteil erst dann objektiv ist, wenn man es selber ausprobiert hat, habe ich beschlossen dem Hobby, meiner Freundin sowie meinem damaligen Freund und heutigen Mann, zuliebe, eine Chance zu geben. Und wie ihr ja wisst, bin ich dabei geblieben.
Man kann mich vielleicht abgedreht nennen, weil ich Spaß daran habe, einige Wochenenden im Jahr damit zu verbringen in einer fiktiven Welt ein Held zu sein, durch Wald und Wiesen großer Outdoorgelände zu laufen, der Gerechtigkeit genüge zu tun und dabei mit den Konsequenzen meine Entscheidungen klar kommen zu müssen. Genauso wie im realen Leben, nur eben mit Problemen einer völlig andern Welt, der Welt der Phantasie, die aber, für diese paar Wochenenden im Jahr greifbar nahe wird.
Man wächst mit seinen, aus der eigenen Kreativität und Phantasie heraus entstandenen, Charakteren. Sie schließen Freundschaften, sie bestehen Abenteuer, versuchen Gerechtigkeit in eine ungerechte Welt zu bringen, erleiden Verluste, schließen Bündnisse um gegen mächtige Feinde bestehen zu können und prahlen letztendlich am Lagerfeuer über ihren Heldenmut und gedenken jener, die in der Schlacht ihr Leben gelassen haben weil sie für ihre Ideale eingestanden sind. Hier hat jeder sein Schicksal selber in der Hand.
Doch zurück zur Realität, denn die sieht oftmals ganz anders aus. Die Zeit ist viel zu hektisch, jeder arbeitet wie ein Tier aus Angst seinen Job zu verlieren. Zeitgleich versuchen wir genügend Zeit für die Leute aufzubringen die uns am Herzen liegen, sei es Familie oder Freunde, wir vernachlässigen unsere Gesundheit und versuchen mit der Schnelllebigkeit mitzuhalten, egal ob das Endresultat "Burn Out" bedeutet. Fantasie und Kreativität haben keinen Platz in der Gesellschaft, und sollte man zuviel davon besitzen wird es als "Realitätsflucht" bezeichnet, dabei finde ich das Wort "Realitätsbewältigung" viel zutreffender wenn ich mir die Jobs meiner Freunde so ansehe. Es sind diejenigen, die tagtäglich sehr gefordert werden.  Unfallchirurgen z. B. die das pure Leben jeden Tag hautnah miterleben, ebenso wie Personen die in ihren Jobs große Verantwortung übernehmen und einfach eine Menge daran hängt, dass sie ihre Arbeit gut machen.
Genauso wie jeder andere in dieser Community, stehen mein Mann und ich fest im Leben. Mr. KitchenTinker arbeitet in einer leitenden Position in einem Hotel im Bankett Bereich. Das Gastgewerbe zählt nun nicht zu den familienfreundlichsten Jobs und dennoch ist es ihm wichtig viel Zeit mit den Kindern verbringen zu können und widmet sich ihnen mit 100 prozentiger Aufmerksamkeit wenn er von seiner Arbeit nach Hause kommt. Ich habe derzeit "nur" meine Familie die allerdings 24 Stunden meine volle Aufmerksamkeit verlangt, mein Jobprojekt, welches ich nach der Karenz verwirklichen möchte, bedarf sehr genauer Planung, zudem kommen die ganz alltäglichen, kleinen wie großen, Probleme hinzu, und aus Spaß an der Sache organisieren wir zusätzlich Larp-Veranstaltungen, die genau die selben Vorbereitungen benötigen wie jedes andere große Event.
All das ist nicht verschwunden nur weil wir ein Wochenende lang in die Rolle einer fiktiven Person schlüpfe, aber es gibt uns die Zeit, Luft zu holen und dem Alltag eine kurze Atempause zu gönnen um dann, wieder voller Elan, in eine neue Woche zu starten.
Wir habe niemals aufgehört "Räuber und Gendarm" zu spielen, und egal wie alt man ist, das Kind in jedem findet das einfach klasse, man muss es nur ab und zu heraus lassen ;)
Zukünftig will ich euch Einblick hinter die Kulissen geben.
Und ich starte mit einem neuen Nähprojekt.
Es geht um eine asiatisch angelehnte Feuermagierin, welche sich gerade auf einer Erfahrungsreise befindet um ihr Studium abschließen zu können, auf dass sie sich in ihrem Land "Meistermagierin" nennen darf. ( Ja, wie im realen Leben. Auch Lady Sayuri Mitsuko Otori muss lernen und studieren.) Auf dieser Reise stolpert sie von einem Kulturschock in den nächsten, sehr zur Belustigung der "Barbaren" wie sie die mittelalterlichen, europäischen Bekanntschaften bezeichnet, die ihr dabei begegnen.
Neueste Lektion: Prunkkimonos sind auf einer Erfahrungsreise leider äußerst unpraktisch und sollten nur zu offiziellen Anlässen getragen werden. Ein "Reiseoutfit" muss also her.


Ich habe mir dieses Gewand als Vorbild genommen und will versuchen dieses, in den nächsten Wochen, nachzunähen. :)

Sonntag, 14. Juli 2013

Marillenlikör- einfach ein himmlischer Genuss

Es ist wieder so weit! Die Marillenaison hat Einzug gehalten, doch so sehr ich diese Frucht liebe, irgendwann werden Marillenkuchen, Marillenknödel und Marillenmarmelade langweilig. Einfrieren ist eine Option, doch zumeist bietet der Tiefkühler keine Lagermöglichkeit weil, zumindest bei mir, alles vollgestopft ist mit Steaks. Also muss eine Möglichkeit her, diese unglaublichen Früchte sinnvoll zu verarbeiten und dann auch noch so dass das Endprodukt möglichst lange haltbar ist. LIKÖR! Likör ist immer eine Option. ;)
Nun gut, über den Haltbarkeitsstatus lässt sich, im Nachhinein betrachtet, streiten, da das Zeug schneller ausgetrunken ist als man schauen kann, ist ja leider auch unverschämt gut wenn auch ziemlich mit *Hicks* aber entscheidet selbst:

Zutaten:

1 1/2 Kg Marillen ( Frisch oder auch aus dem TK, ohne Kerne)
1 1/2 L lieblicher Weißwein
ca. 800g Zucker ( das hängt von der Grundsüße der Früchte ab)
das Mark einer Vanilleschote
1 Zimtstange
1 1/2 L 40% Rum ( wer den Eigengeschmack von Rum nicht mag, kann auch auf Vodka zurückgreifen, alternativ ginge auch ein Marillenbrand, aber da reicht wohl eine Flasche vollkommen aus)

Marillen mit Zucker, Vanillemark, Zimtstange und Weißwein ca. 30 Minuten köcheln lassen. Wenn die Flüssigkeit abgekühlt ist, durch ein feines Sieb, in ein großes Einmachglas füllen. Den Rum dazugeben und mindestens 2 Wochen ruhen lassen. Anschließend in sterile Glasfläschchen füllen, beschriften und genießen, oder verschenken....je nachdem ;)
Und wem es um die zermatschen, übrig gebliebenen Früchte zu schade ist: Marillenmuffins ;)

Kleiner Tipp am Rande: Was mit Marillen funktioniert, klappt auch hervorragend mit anderem Obst. Z. B mit Beeren jeglicher Art. Hierfür einfach das Rezept ein wenig abwandeln und statt lieblichen Weißwein, herben Rotwein verwenden. hier gilt: Experimentieren ausdrücklich erwünscht!

Mittwoch, 26. Juni 2013

Englische Bananen-Toffee- Torte

Ich bin ein riesen Fan der englischen Küche. Für alle, die das jetzt belächeln: Ja, England hat eine ganz hervorragende Küche, voller multikulti Einflüssen, natürlich auch bedingt durch die Kolonialmacht. Besonders die zelebrierte "Tea-Time" hat geniale Rezepte parat und eines davon möchte ich heute mit euch teilen :)

Zutaten:

1Pkg. Fertigmürbteig ( übermotivierte können ihn natürlich auch selber machen, z.B mit diesem Rezept)
4 Bananen
4 gehäufte EL feiner, brauner Zucker ( weißer geht auch ist aber süßer, daher weniger nehmen)
100 ml Milch
1 EL Kaffeelikör oder Kaffeesirup
1 Becher Schlagobers ( Sahne)
100 g Zartbitterschokolade zum Raspeln
etwas Fett für die Form

Außerdem: eine Quiche- oder Tarteform mit ca. 24cm Durchmesser , aber eine Springform geht natürlich genauso

Zubereitung:

Backrohr auf 180°C ( Ober-,Unterhitzevorheizen), Form gut ausfetten und den Teig hineingleiten lassen und gut am Rand festdrücken. Mit einer Gabel einige Male den Teigboden einstechen und  blind ca. 30-45 Minuten vorbacken. Herausholen und abkühlen lassen.
2 Bananen schälen und gemeinsam mit der Milch in den Standmixer oder mit dem Pürrierstab zu Bananenmilch verarbeiten.
Eine etwas größere Pfanne gut erhitzen. Zucker einstreuen und durch schwenken zum schmelzen bringen. Wenn der Zucker geschmolzen, goldgelb ist und Blasen wirft ( Karamell), die Bananenmilch dazu gießen. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass Karamell verdammt heiß ist, daher wirklich größte Vorsicht walten lassen und der Versuchung wiederstehen kosten zu wollen!
nun weiterrühren, bis sich das Karamell vollständig mit der Bananenmilch zu einer zähflüssigen homogenen Masse verbunden hat.( Bananen-Toffee) Diese wird nun auf dem Tortenboden verteilt und verstrichen. Auskühlen lassen! Wenn es schnell gehen soll stellt man das Ganze für ca. 10 Minuten ins Tiefkühlfach.
die restlichen 2 Bananen schälen, in ca. 1cm dicke Scheiben schneiden und auf dem Toffeeboden verteilen.
Obers aufschlagen, sodass eine "seidige" Konsistenz entsteht, also nicht zu steif rühren. Kaffeelikör oder Sirup unterheben und ebenfalls auf der Torte verteilen. Nun nur noch die Schokolade raspeln und über die Torte streuen.


Montag, 17. Juni 2013

Neue Woche, neue Challanges

Endlich hat das Schönwetter uns vor allem die warmen Temperaturen bei uns Einzug gehalten. Also habe ich, voll Euphorie, meinen Kleiderschrank ausgemistet und alles verbannt, das mir als "zu warm" erschienen ist. Dabei habe ich mein Lieblingssommerkleid herausgekramt.
Gestern wollte ich es schließlich zum Grillen bei meinen Großeltern ausführen und musste erschreckt feststellen, dass ich darin aussehe, als wäre ich im 7ten Monat schwanger.
Nüchtern betrachtet ist mir ja bewusst, dass da das eine oder andere Kilo zu viel auf den Hüften liegt, aber als Meisterin der Ausreden fand ich immer einen Weg mich um das leidige Thema "Sport" zu drücken. Doch der Frust ist mittlerweile einfach zu hoch, und dass mich auch mein Lieblingskleid, in dem ich an sich immer geglänzt habe, weil es sehr geschickt das eine oder andere Problemzönchen kaschiert, im Stich lässt, bringt die ganze Sache auf den Gipfel des Tolerierbaren.
Angespornt von einer Aktion, die schon die liebe MissXoxolat seit einer Woche durchführt, habe auch ich beschlossen meiner Inneren Schweinehundearmee den Kampf anzusagen! Die Rede ist von BLOGILATES!
Blogilates ist folgendes Prinzip: Man druckt sich, zunächst für Anfänger, den Trainingsplan aus. Jeden Tag gibt es dann ein YouTube Video in dem die Pilates- und Fitness Trainerin Cassey Ho die Übungen zeigt und instruiert. Also das persönliche Fitnessstudio daheim mit einem einzigen Arbeitsmaterial: einer Unterlage.
Zumindest 2 meiner ansonst 3 liebsten Ausreden werden mit diesem Konzept entkräftet:
  1. Das Wetter ist so schön/schlecht. da will/ kann ich nicht ins Studio fahren
  2. Das Studio ist so teuer, ich habe dafür kein Geld.
  3. Ich kann mich nicht einmal darauf ausreden, dass ich das nicht wegen der Beaufsichtigung meiner Kids machen kann, denn diese 30 Minuten, welche das Training jeden Tag benötigt, werden dann statt finden wenn die 2 bereits im Bett sind.
Als meine persönlichen Motivatoren habe ich natürlich meinen Mann, der zwar jedes Gramm an mir liebenswert findet ( Ahwwwwwww!) aber natürlich unter meiner Jammerei zu leiden hat, wenn ich mal wieder einen Kasten voll mit "ich habe nichts anzuziehen" habe. Und natürlich MissXoxolat, denn es ist einfacher sich gemeinsam zu motivieren und immerhin macht es so einfach mehr Spaß.
Also, keine Ausreden mehr! Wir schaffen das! TSCHAKKA!
Mein Workout Plan beginnt mit: "Wake up, and be ready for an amazing 4 Weeks"....Yes, I am *Häckchen mach*
Natürlich werde ich euch an meinen Fortschritten teilhaben lassen, außerdem warten in nächster Zeit noch weitere interessante Projekte:
  • Der Versuch einen viktorianischen Hut zu nähen und zu gestalten ( der Filz dafür kam heute bereits mit der Post)
  • Ein asiatisches Outfit bestehend aus Kimonooberteil und Rock. ( aber dafür bin ich noch auf der Suche nach passenden Stoffen, auch wenn ich hierfür nur noch 2 Monate Zeit habe)
  • Das Endresultat des Elfenhelms aus ziemlich simplen Mitteln.
  • Und, last but not least: natürlich wieder einige Rezepte aus meinem Hexenkochbuch.
Na dann mal los :)

Freitag, 14. Juni 2013

Kopfabformung mit Gips zum Ausgießen

Diese Woche durfte ich, dank dem lieben Strazygirl, eine sehr interessante Erfahrung machen. Sie wird dieses Jahr als Model bei einem Bodypainting-Festival tätig sein. Da ihre Designerin aber in einem anderen Bundesland sitzt, kam die Idee auf, eine naturgetreue Büste zum Üben herzustellen.
Mittwoch stand sie dann schließlich vor meiner Türe mit einem Haufen Gipsbinden und einem breiten Grinser.
Ich habe ja schon öfter mit Gips gearbeitet und bin ein großer Fan dieses Materials doch einen ganzen Kopf habe ich bis dahin auch noch nie abgenommen gehabt.
Die Designerin hat uns zwar Instruktionen gegeben wie man das denn nun richtig macht, aber wir haben uns dennoch, informations- und anschauungshalber, noch einmal im Internet schlau gemacht.
Man muss bei dieser Technik also in einer Art "Steckprinzip" arbeiten, genauer gesagt in 2 Teilen, nämlich: Hinterkopf und natürlich vom Gesicht inklusive Hals.
Notwendige Materialien:
  • Gipsbinden ( ich glaube wir haben gute 6 Rollen verbraucht)
  • Alufolie
  • eine Schüssel mit lauwarmen Wasser
  • Vaseline ( und ja nicht zu wenig davon)
  • 2 Wattepads für die Augen
  • Klarsichtfolie oder dünne Duschhaube um die Haare zu schützen
Zunächst werden die Haare entweder mit Klarsichtfolie umwickelt oder eben eine dünne Duschhaube ( sie muss aber eng sitzen) aufgesetzt, die Ohren müssen dabei frei bleiben. Anschließend alles was "haarig" ist, also Augenbrauen, Nacken, Haare die sich nicht ganz verdecken lassen, wirklich gut mit Vaseline einschmieren.
Gipsbinden in Streifen schneiden. Nun soll es sich das Model bequem machen, denn diese Aktion dauert etwas länger.
Ich habe am Hinterkopf angefangen, und nach vorne, bis kurz über die Ohren, gearbeitet. Allerdings haben wir später die Feststellung gemacht, dass man beim Hals aufpassen muss, nicht zu weit nach vorne zu arbeitet, da sich die Gipsform sonst schwer und schmerzhaft abheben lässt. Teil 1 war somit fertig. Nun wird es etwas knifflig zu erklären. Es soll ja schließlich eine Steckform werden, also muss man, mit zusammengewuzelten Gipsstreifen, einen "kleinen Damm" auf die Hinterkopfform modellieren, ca. 1cm hoch und 2cm vom Rand entfernt. Kurz warten bis der Gips angetrocknet ist und mit Alufolie bedecken. Über diese wird bei der Abnahme der Vorderseite darüber gearbeitet. So entsteht schließlich diese Rille, die man übereinander schieben kann, wie bei allen anderen Steckformen eben auch.
Für das Abgipsen von Gesicht und Hals ist ein wenig Fingerspitzengefühl gefragt. Ich habe auf Schlüsselbeinhöhe angefangen und habe zunächst um das Gesicht herum gearbeitet, sodass, Augen und Nase möglichst lange frei bleiben. Wichtig ist, dass man sehr genau arbeitet, immerhin soll diese Form später ausgegossen werden und 1:1 das Gesicht wieder geben. Also darauf achten, dass keine Falten in dem Gipsstreifen sind und, dass man schön die Konturen von Mund, und Nase ausarbeitet. Wir haben schließlich Wattepads auf die Augen gelegt. Ganz Mutige lassen die Pads weg und schmieren sich die Augen, besonders die Wimpern, gut mit Vaseline ein. Vor der Nase, die ich als letztes bedeckt habe, hatte ich den meisten Respekt, aus dem einfachen Grund, da es ab diesen Zeitpunkt für das Model wirklich unangenehm wird. Nichts sehen, hören, reden und sich generell nicht mehr bewegen können, weil der Gips dies verhindert, ist eine Sache, aber dann auch noch unter erschwerten Bedingungen atmen ist dann schon grenzwertig. Ich bin mir nicht sicher ob ich das geschafft hätte. Also habe ich mich bei der Nase beeilt und natürlich die Nasenlöcher frei gelassen. Nun war das Werk vollbracht und es hieß nun: "bitte um etwas Geduld" zumindest so lange bis der Gips stabil genug ist um angehoben zu werden. Zwischenzeitlich bekam ich auf meine Nachfrage ob alles passt ein "OK" Zeichen ;).
Schließlich war es so weit: die Gipshälften konnten abgenommen werden. Das habe ich Strazygirl selber machen lassen, da sie ja gespürt hat wo es zwickt oder in welcher Richtung sich die Maske am besten lösen lässt. Der Hinterkopf war kurzfristig etwas problematisch weil ich, wie schon erwähnt, am Hals leider etwas zu weit nach vorne gearbeitet habe, aber schließlich konnten auch dieser Teil unbeschadet entfernt werden.
Da standen sie schließlich, unsere 2 Gipshälften. Noch die Alufolie entfernt und zusammenstecken probiert und es passte perfekt. Das war, mit Abstand, die interessanteste Arbeit die ich jemals gemacht habe und ich danke Strazygirl für diese tolle Erfahrung und bin schon sehr auf den gegossenen Kopf gespannt.
Die Alufolie verdeckt den Übergang zur Hinterkopfform



Für alle, die sich nun fragen, was man denn noch mit so einem gegossenen Kopf anstellen kann, möchte ich an dieser Stelle an das Fräulein Clockwork verweisen ;)

Donnerstag, 13. Juni 2013

Backe, backe Apfelkuchen :)

Ich weiß nicht, was mit dem Wetter heuer los ist. 2013 hat sich bis jetzt nicht unbedingt von seiner warmen Seite gezeigt. Für mich ist Backen immer mit einem Wohlgefühl verbunden. Ich liebe es wenn die Wohnung nach frischen Backwaren duftet.
Im Sommer gibt es dann eher leichte Bäckereien, wie Brandteiggebäck oder Biskuit, oder gar ganz und gar Bäckereien aus dem Kühlschrank anstatt aus dem Ofen. Doch danach ist mir gerade nicht. Mein Bauchgefühl vermittelt mir Herbststimmung und verlangt nach wärmenden Glücklichmachern. Eines meiner absoluten Favoriten, ist der gedeckte Apfelkuchen. Ach wie schön ist es doch, wenn sich süße Äpfel in ein Bett aus Mürbteig reinkuscheln und dort mit Aromen wie Zimt, Nelke, Muskat, Vanille, Orangen oder eingelegtem Ingwer eine Liaison eingehen. Doch nun genug geschwärmt. ich möchte mein persönliches Rezept mit euch teilen:

folgende Zutaten braucht man für den Mürbeteig:
  • 500g Mehl ( ich verwende ein Universalmehl)
  • 100g Staubzucker
  • 250g kalte Butter
  • 2 große Eier
  • 1 Schuss Milch
  • 1 Prise Salz
  • eventuell: etwas Muskat oder Zimt ( für Apfelkuchen gebe ich etwas frisch geriebene Muskatnuss dazu)
Zubereitung Mürbeteig:
 
Ich persönlich werfe alles in eine Schüssel und überlasse den Rest meiner heiß geliebten KitchenAid. Warte bis ein Bröselhaufen entsteht, schütte diesen auf eine Arbeitsflache und drücke das ganze schnell zu einem Teig zusammen.
Wer nicht den Luxus einer Küchenmaschine besitzt häuft Mehl und Zucker als kleinen berg auf die Arbeitsfläche und gibt die Gewürzkomponenten hinzu. Butterflocken am Rand verteilen, oben einen kleinen Krater formen und darin, die mit Milch, verquirlten Eier hineingeben. Nun alles ziemlich flott mit den Händen zu einem bröseligen Teigklumpen verkneten. Wer mit Mürbeteig auf Kriegsfuß steht, sollte einen Trick anwenden und sich vor dem Kneten die Hände mit kaltem Wasser waschen. Mürbeteig soll und darf nicht zu warm verarbeitet werden.
Nun die Teigkugel in Klarsichtfolie einschlagen und mindestens für 30 Minuten in den Kühlschrank.
 
Zutaten Füllung:
  • 1 1/2 - 2 kg ( je nachdem wie groß die Form ist) süß-säuerliche Äpfel
  • Saft 1/2 Orange
  • 2 TL Stärke ( Mais oder Kartoffel- völlig egal)
  • 1/2 TL Nelkenpulver
  • 1 - 2 TL Zimt ( ja nach Geschmack)
  • 3 EL (idealer Weise brauner) Zucker ( varriert von der natursüße der Äpfel, also am besten vorher probieren)
  • 2 in Sirup eingelegten Ingwerstücke ( erhältlich im Asialaden)
Zubereitung:
 
Backrohr auf 180°C vorheizen.
Form gut ausbuttern. Teig aus dem Kühlschrank holen und 2/3 für den Boden, ca. 1/2 cm dick, ausrollen, Arbeitsfläche muss gut mit Mehl bestäubt werden, damit man ihn auch wieder lösen kann. In die Form einlegen, bis zum Boden absinken lassen und Ränder gut festdrücken. Mit einer Gabel Löcher hineinstechen damit er beim blind Backen eben bleibt. (Blind backen: Backpapier auf den Teigboden legen und getrocknete Hülsenfrüchte, Glasnuggets, was auch immer solange es hitzefest ist, darauf verteilen und für 15 Minuten in den Ofen schieben. anschließend Backpapier entfernen. Getrocknete Hülsenfrüchte können natürlich weiterverwendet werden.)
In der Zwischenzeit die Äpfel schälen, entkernen und in Scheiben hobeln. Mit Zimt, Zucker, Orangensaft und Nelkenpulver würzen. Ingwer fein hacken und unter die Apfelmasse mischen. Speisestärke gut unterrühren. Sie bindet beim Backen den Saft und der Kuchen bekommt eine schöne Konsistenz.
Wenn der Boden vorgebacken ist, die Apfelmischung darauf verteilen. Aus dem restlichen Teig den Deckel ausrollen und über die Apfelmasse legen. Gut am Rand festdrücken. Einige Schlitze mit dem Messer einschneiden, damit der Dampf entweichen kann. Eventuell nach Lust und Laune dekorieren. Mit Wasser einpinseln und mit Zimt-Zucker bestreuen. Zurück in den Ofen und eine weitere Stunde backen. Kuchen vor dem Anschneiden ein wenig ruhen lassen. Lauwarm genossen mit Vanillesauce oder Vanilleeis und Schlagobers ein Traum!
 
da der Kuchen gerade im Ofen ist folg ein Bildchen etwas später ;)

Mein Apfelkuchen ....Mhhhhhh!
 

Dienstag, 11. Juni 2013

Schritt 4

Wenn die Papierstreifenschicht gut getrocknet ist, geht die Gatscherei erst richtig los. Dazu braucht man die Pappmasche Grundmasse, deren Herstellung ich ja bereits beschrieben habe.
Am Besten arbeitet man hier mit Fingern und einer Schüssel Wasser. Mit feuchten Händen lässt sich das Pappmasche nämlich besser auftragen als mit trockenen.
Nun wird der Helm mit einer Schicht überzogen. Diese sollte so dünn wie möglich sein, da das Austrocknen sonst eine Ewigkeit dauert. Abschließend noch einmal mit nassen Händen die Oberfläche glattstreichen und vorsichtig an einen warmen Platz zum Trocknen aufstellen.
Je nach dicke der Pappmascheschicht kann das bis zu 3 Tagen dauern. Eventuell muss der der Helm immer wieder mal gedreht und gewendet werden, aber dabei äußerste Vorsicht walten lassen, dass man sich die Oberfläche nicht eindrückt.
Helm mit Pappmascheschicht, nass, auf Thermoflasche abgestützt
Wenn der Helm wirklich gut getrocknet ist, können Unebenheiten mit einem ganz feinen Schleifpapier behoben werden.
Anschließend wird zunächst mit schwarzer Acrylfarbe grundiert und schließlich mit silberner Acrylfarbe übermalt. Jetzt ist es eigentlich schon die fertige Grundform. Damit aus dem simplen, spitzen Helm jetzt ein Hochelfenhelm wird, muss er nur noch, nach Wunsch, verziert werden.
Wir orientieren uns hierfür an die Vorlage des Schattenkriegers von Warhammer Fantasy. Material für die Deko: Moosgummi der, zur Verstärkung, mit Pattex, an eine Art Neopren ( auch Leder würde sich eignen) aufgeklebt wird.

Links: Helm fertig bemalt, Helm rechts: erste Verzierungen werden angebracht.





Mittwoch, 5. Juni 2013

Pappmasche Grundanleitung

Pappmasche ist ein Material, das sich für viele Bastelprojekte eignet, da es, wie Ton form- und modellierbar ist und vor Allem sehr günstig und einfach herzustellen ist.

Folgendes wird dafür benötigt:
  • leere Klopapierrollen oder Eierkartons
  • Tapetenkleister (Pulver)
  • Wasser
  • Sieb
  • Pürrierstab
  • 2 große Schüsseln
Anleitung:

Klopapierrollen oder Eierkartons in kleine Stückchen zerreißen und in eine große Schüssel geben. Mit kochendem Wasser übergießen, so dass sie gut 5cm bedeckt sind. Stehen lassen und ab und zu mit einem Kochlöffel durchrühren.
Nach einiger Zeit, beginnen sich die einzelnen Fasern zu zersetzen. Das Papier ist gut aufgeweicht und würde sich mit den Fingern zerreiben lassen. Nun mit dem Pürrierstab hinein in die Suppe und gut durchpürrieren. Es kann sein, dass man das, je nach Menge, öfter wiederholen muss, da der Stab mit der Zeit recht warm werden kann und man ihm daher eine Pause gönnen sollte. Das Ergebnis sollte ein sehr feiner "Papiergatsch" sein. Große Stücke, die nicht zerkleinert wurden, aussortieren.
Sieb über das Spülbecken hängen und portionsweise die Papiermasse gut ausdrücken und in die zweite Schüssel umschlichten. Je weniger Restflüssigkeit die Masse hat umso leichter lässt sich damit später modellieren.
Nun etwas Tapetenkleister über die Masse streuen und mit der Hand gut durchkneten. Vorgang so oft wiederholen bis eine homogene Masse entstanden ist die sich gut bearbeiten und formen lässt.

Ungefähr so, sollte das dann aussehen:
fertiges Pappmaché
 

Und nun, sind den Fantasien und kreativen Ideen keine Grenzen mehr gesetzt. Einfach bearbeiten wie Ton, mit Wasser lassen sich glatte Oberflächen erzeugen. Nur etwas Geduld ist geboten, wenn es darum geht, das Zeug trocknen zu lassen. aber danach hat man ein erstaunlich stabiles und steinhartes Werk erschaffen und das mit ganz simplem Mitteln ; )
Und nun: Viel Spaß beim Modellieren.

Dienstag, 28. Mai 2013

Schritt 3

Nun braucht man einen Cutter und eine neue Klinge. Jetzt geht's an den kreativen Teil, nämlich dem Schnitzen der Helmgrundform. Dabei ist ein wenig Feingefühl gefragt und vor Allem ein gutes Auge, denn falsch weggeschnittene Teile lassen sich nicht wieder ankleben. In dem Fall hilft  dann nur noch ein neues Aufschäumen mit PU-Schaum. Man sollte den Helm auch während des Bearbeitens immer wieder aufsetzen um, wie in meinem Fall, die Spitze gerade zu schnitzen. Nicht, dass dann eine Schlumpf-Mütze dabei herauskommt ;)
Wichtig, um ein schönes, filigranes Endergebnis zu erzielen ist, dass der Rand an der Helmöffnung nicht dicker als 1 cm sein sollte.
Also heißt es schnitzen, schnitzen, schnitzen und wieder schnitzen. Im Endeffekt hat man dann einen Haufen Dreck und eine Helmgrundform :)
Manches Mal kann es passieren, dass man dann größere Löcher im Schaum hat. Diese dann einfach nochmal mit PU- Schaum ausfüllen, warten bis dieser wieder fest geworden ist und überschüssiges Material wieder wegschneiden. Kleinere Löcher sind egal und können ignoriert werden.

Geschnitzte Helmrohlinge
So, und nun kommt ein Teil, den man entweder mag oder hasst. Ich persönlich bin kein Fan davon, aber es ist einfach notwendig.
Tapetenkleister nach Packungsanleitung anrühren. Zeitungspapier in Streifen reißen und nun geht das "Gegatsche" los. Helmrohling gut mit Kleister einstreichen und mit den Zeitungspapierstreifen bekleben, sodass man im Endeffekt mindestens 3 Schichten Papierstreifen übereinander gearbeitet hat. Bei kleineren Löchern im Schaum empfiehlt es sich dort etwas dicker zu arbeiten. Auch hier gilt: je genauer und glatter man arbeitet, also umso weniger Falten im Papier sind, umso schöner das Endprodukt. Und nun muss das Ganze wirklich gut austrocknen. Am besten 1-2 Tage unangetastet stehen lassen. Am Schluss hat man dann schon eine relativ harte Schicht aus Papier und Kleister.
mindestens 3 Schichten Zeitungspapierstreifen und Kleister

Montag, 27. Mai 2013

Schritt 2

Nachdem der Gipsrohling gut durchgetrocknet ist, reißt man Stoff in kleinere Streifen, aber nicht zu klein, da diese nun aufgelegt und mit einer dünnen Schicht Pattex ( am besten mit einer Spachtel arbeiten)  bestrichen werden. Auch der Gipsrohling wird mit dem Kleber eingekleistert ( wobei eine dünne Schicht wirklich ausrechend ist). Alles einige Minuten trocknen lassen. Man sollte anschließend die Klebeflächen angreifen können ohne kleben zu bleiben, dann ist es Ideal. Nun werden die Streifen vorsichtig auf den Gipsrohling geklebt. ACHTUNG!: genaues Arbeiten ist für ein schönes Ergebnis wichtig, je weniger Falten im Stoff umso besser. Auch gut zu wissen, wenn man noch nie mit Kontaktklebern gearbeitet hat: wenn die 2 Klebeflächen zusammenkommen, dann kleben sie unwiderruflich zusammen. Es ist sinnlos zu versuchen sie mit Gewalt auseinander zu reißen, dabei geht maximal der Gipsrohling zu Bruch. Also am Besten von vorn herein konzentriert arbeiten, ein schönes Ergebnis braucht eben seine Zeit. ;)

Helmrohling mit Stoffschicht

Der nächste Schritt bedarf schon wieder einiges an Geduld:

Helmrohling auf einen ausgebreiteten Mistsack stellen, überschüssigen Stoff der Sturmhaube nach Innen einschlagen oder gar abschneiden, und mit PU-Schaum aufschäumen. Je nachdem welche Helmform es werden soll, das variiert in erster Line von der gewünschten Höhe, empfiehlt es sich das etappenweise zu machen, da der Schaum sonst zu viel Gewicht bekommt und nach unten absackt ohne ausgehärtet zu sein. Es sieht dann aus wie ein überdimensionaler Kuhfladen. Viel PU-Schaum am Rand aber keiner auf dem Helm.
In diesem Fall habe ich mich an einem Fantasy-Hochelfen- Helm orientiert, die ja ziemlich hoch sind. Deswegen sieht mein Endergebnis der PU-Schaum Aktion wie eine Frisur á la Marie Antoinette aus ;P
Marie Antoinette wäre neidisch gewesen :D

ein Helm entsteht - Schritt 1

So, heute weg von der Küche und ab in den Bastelraum.
Im September ist wieder einmal eine große (Larp-) Veranstaltung im Fantasy-Rollenspiel Bereich geplant. Als eine der Hauptorganisatoren bedeutet das in erster Linie ziemlich viel Arbeit. Nachdem ich mir keine Kostüm- oder Bühnenbildner leisten kann heißt es also: Do It Yourself! In den letzten Jahren habe ich mir so einiges selbst angeeignet. Unter anderem, wie man aus günstigen Mitteln einen, erstaunlich stabilen, Helm bauen kann. Diesmal sollen es Helme für eine Hochelfendelagation werden.
Und nun will ich versuchen, diese Technik mit euch zu teilen.

Benötigt wird:
1. Sturmhaube ( bevorzugt aus Baumwolle)
ca. 3 Gipsbinden ( in jeder Apotheke günstig zu erstehen)
billiger Baumwollstoff oder Stoffreste
Patex Kleber ( im Idealfall die Gelform in der Dose)
1-2 Dosen PU-Schaum ( die meisten Baumärkte haben Private Labels die sehr günstig sind)
Tapetenkleister
Zeitungspapier
Pappmasche
feines Schleifpapier
Lackspray in Silber, Gold....oder in welcher Farbe man den Helm auch immer haben möchte
Moosgummiplatten für etwaige Verzierungen am Helm
Neopren, Leder oder anderes reißfestes Material für die Verzierungen
Acrylfarbe
eventuell Glasnuggets, oder anders Dekozeug
Schutzlack

So, dann kanns los gehen:

Schritt 1:
  • Arbeitsplatz sollte unbedingt ein Raum mit pflegleichten Boden sein, also z. B: Badezimmer, Küche, Laminat geht auch. Bitte auf gar keinen Fall auf Teppichboden!
  • Gipsbinden, mit einer Schere, in ca. 8 cm lange Streifen schneiden. Eine Schüssel mit lauwarmen Wasser bereit stellen.
  • Sturmhaube über den Kopf der Person ziehen, für den der Helm gemacht werden soll. Handtuch über die Schultern legen um die Schweinerei ein wenig in Zaum zu halten. 
Nachdem der Prototyp gezeigt hat, dass sich Gips beim Trocknen offenbar ein wenig zusammen zieht empfiehlt es sich, eine dicke Haube oder einen Ring aus Isomatte oder dergleichen, als Abstand in Höhe der Ohren, unter der Sturmhaube aufzusetzen.
  • Nun kann das fröhliche Gipsen beginnen: einen Streifen zügig durch das Wasser ziehen und sofort auf die Sturmhaube legen. Sofort den nächsten Streifen befeuchten und daneben und miteinander verstreichen....das ganz so lange wiederholen bis der Kopf in einer Helmform eingegipst ist. Es sollten zumindest 3 Gipsschichten übereinander liegen.
  • Sturmmaske kann nun beim Gesicht aufgeschnitten werden und sollte noch eine Weile am Kopf bleiben bevor man sie abnimmt und gut austrocknen lässt.
Sturmhaube in Helmform eingegipst.
Anmerkung: DAS war der Prototyp ohne Abstandhalter.

Dienstag, 14. Mai 2013

Wonnemonat Mai!?

Nun, ich weiß ich habe die letzten Tage nicht wirklich viel, bis eigentlich eher gar nichts von mir hören lassen. Was soll ich sagen... der Mai ist schuld! Definitiv!
Man muss wissen, dass der Mai bei uns eine regelrechte Hetzjagd von einer Feier zur nächsten ist. Mal abgesehen davon, dass gut die Hälfte der ganzen Familie , angefangen bei meiner Oma, über meiner Nichte, meinem Schwager, meiner Schwiegermutter und dem Taufpaten meines Sohnes, achja und dazwischen komme ja irgendwann noch ich selber, Geburtstag haben, fügen sich dann auch noch so Tage wie Muttertag hinzu. Und dann mischen sich ab und an noch interessante Veranstaltungen für das zeitaufwendige Hobby hinein, dem mein Mann und ich zeitweilig frönen, aber dazu ein ander Mal.
Ehrlich gesagt, hat der Mai für mich eindeutig zu wenige Wochenenden um das alles sinnvoll unter zu bringen. Der letzte Sonntag war der reinste Horror. Muttertag!.... ja, wenns ein Muttertag gewesen wäre....zeitgleich war da aber noch die, etwas schlecht organisierte Geburtstagsfeier meiner Nichte. Sie wurde 4, mit Kuchen aber ohne Geschenke weil Amazon nicht schnell genug geliefert hat, oder auch einfach nur zu spät bestellt wurde...wie auch immer. Ich verstehe ohnehin nicht, warum man dafür nicht einfach ins Spielwarengeschäft geht bevor man dem armen Kind den Geburtstag versaut. Nach schnellen Kaffee und Kuchen gings wieder heimwärts. Meine Mutter hat es sich ja einfach gemacht und ist auf und davon in den Urlaub, aber nicht ohne mir den Auftrag zu geben mich um meine Oma zu kümmern. Klar, alles kein Problem, wär ja auch alles halb so wild wenn man nicht mit einem Hintern auf 3 Veranstaltungen tanzen soll. Zuhause dann, wie eine Irre, die Tapas Party vorbereitet. Zum Glück habe ich die Geburtstagstorte, die sich meine Oma von mir gewünscht hatte, schon teilweise am Vortag gebacken und gefüllt und am Vormittag verziert und den Feinschliff gegeben. Nebenbei auch noch das Chaos in der Wohnung beseitigen, also das was meine Oma eben so als Chaos bezeichnet. Ihre Wohnung ist steril, da wird jeden Tag geputzt, und wehe ein Staubkorn maßt es sich an irgendwo liegen zu bleiben. Ich hingegen lebe mit 2 kleinen Kindern, einem Mann, der das Aufräumen nicht erfunden hat, und 2 Katzen zusammen. Bei uns ist es schon ordentlich aber wir leben eben und haben keine Schauräume wie im Möbelhaus. Wie auch immer...
Ja und dann.....dann heißt es zurück lehnen und die guten Tapas genießen, ein gutes Gläschen Wein dazu trinken, sich freuen dass die Kinder so fertig sind, dass sie bald schlafen, sich meine Oma  unheimlich über ihre Amarenakirsch-Schokotorte freut und meine Großeltern stets punkt 20:00 wieder abrauschen. Zurück bleibt das Chaos.
Als wir uns endlich in Ruhe vor den Fernseher bequemen wird mir versprochen, dass mein ruhiger Tag nachgeholt wird. Ich lächle geschafft und nicke lediglich....ich kenne ja die Wochenenden die da noch kommen bis der Mai endlich zu Ende geht....was für eine Wonne.

Dienstag, 7. Mai 2013

Testgericht Nr. 5

"Hirsesoufflé con Pomodoro"

Die Zutaten
Das Kisterl brachte dafür:
  • Hirse
  • Eier
  • Magertopfen
  • Semmelbrösel
  • Zucchini
  • Bergkäse
  • Frühlingszwiebel
  • Paradeiser
Das sollte man im Vorratsschrank haben:
  • Zucker
  • Olivenöl
  • Balsamico Essig
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Butter
  • Wasser
Weiters benötigt wurden Souffléförmchen oder Tassen mit je 200ml Fassungsvermögen.

Zubereitungszeit, Anleitung, Aufwand:

Dieses Gericht brauchte generell die längste Zeit, was allerdings mit der Wartezeit zu tun hatte, die das Soufflé im Ofen benötigte. Laut Angabe waren es insgesamt 55 Minuten. Ich drückte bei 58 Minuten die Stopp-Taste. Mir persönlich ein wenig zu lange, wenn man es gewohnt ist dass schnell etwas am Tisch kommen muss weil dort schon die hungrige Meute wartet.
Die Anleitung war zwar an und für sich, wie immer klar beschrieben, allerdings ist gerade die Zubereitung von Soufflés nicht unbedingt die leichteste. Ich bin mir nicht sicher, ob ein Kochneuling damit wirklich gut zurecht gekommen wäre.
Der Aufwand hierfür war schon etwas größer. Also zumindest der Menge an Geschirr nach zu Urteilen die man in Anschluss auch noch zu reinigen hatte. Was bin ich doch froh, dass ich einen Geschirrspüler besitze ;).

Geschmack:

Also frei nach Schnauze: rausgerissen hats uns nichts. Irgendwie schmeckte es ziemlich langweilig und schon wieder wollte mein Mann das Gericht mit Speck aufwerten. Ich persönlich bin der Meinung, dass einige intensivere Gewürzkomponenten und Kräuter ausgereicht hätten dem Gericht "Leben einzuhauchen".

Menge:

Hirsesoufflé war genug vorhanden, aber Salat aus 2 Paradeisern war dann doch ein wenig lächerlich, weswegen ich hier von der Mengenangabe abgesehen habe  und meinen kompletten Vorrat an Paradeisern mit dazu geschmissen habe.

Optik:

Sah gut aus. und nachdem ich mich nicht entscheiden kann, welches Foto das bessere ist gibt's heute ausnahmsweise sogar 2. Einmal im Förmchen, einmal gestürzt.